Die etwas andere Meerschweinchenseite
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Hinterlassenschaften

Meerschweinchen hinterlassen Einstreuflocken und Heukrümel wo sie gehen und stehen, sie hinterlassen ratlose Gesichter beim Tierarzt und sie hinterlassen große Löcher im Geldbeutel der Schweinehalter. Doch Meerschweinchen hinterlassen auch noch anderes: Schweinehinterlassenschaften. Vornehmlich handelt es sich dabei um Schweinebohnen und Schweinepipi.

Bohnen

Im Gegensatz zu vielen Hinterlassenschaften anderer Tiergattungen sind Schweinebohnen recht harmlos. Sie sind so klein, dass sie sich beim Hineintreten maximal in eine Profilrille eines Turnschuhs hineinquetschen und nicht einen ganzen Schuh ruinieren. Zudem enthalten sie nur wenig Restfeuchte und trocknen an der Luft sehr schnell aus, sodass beim Drauftreten nichts passiert. Dank der abgerundeten Form schmerzt es nicht, wenn man barfuß oder in Socken auf eine getrocknete Bohne tritt (kein Vergleich zu hartkantigen Legosteinen) und aufgrund der geringen Größe besteht trotz der Rollenform keine Gefahr des Ausrutschens beim Drauftreten wie beispielsweise bei Murmeln.

trockene Bohnen

Geruch

Sowohl im frischen als auch im getrockneten Zustand lässt sich kaum Geruch feststellen. Dies ist wohl einer der bemerkenswertesten Vorzüge der Schweinebohnen gegenüber anderen tierischen Hinterlassenschaften, deren Ausdünstungen teilweise durchaus als gemeingefährlich zu bezeichnen sind.
Meerschweinchenbohnen (die im Folgenden nur noch mit dem Fachbegriff „Bohnen“ bezeichnet werden und nicht mit anderen Fäkalwort-Alternativen wie Aa, Umpa, Köddel, Schweinescheiße, Kot oder Groß) sind auch in großer Menge unabhängig von ihrem Legedatum geruchsneutral.
Bemerkt man im Kontakt mit Schweinebohnen einen ungewöhnlichen Geruch, den man ggfs. sogar schon als Gestank bezeichnen kann, ist dies in vielen Fällen ein Anzeichen für eine Verdauungsstörung oder eine andere Erkrankung, die vom Tierarzt untersucht werden sollte.

feuchte Bohnen

Geschmack / Bohnenschmatz

Für Meerschweinchen ist das Legedatum von großer Bedeutung. Nur frische Bohnen werden für den sogenannten Bohnenschmatz verwendet und „direkt von der Quelle“ verzehrt. Auch wenn diese kulinarische Besonderheit der Meerschweinchen für Menschen etwas ungewöhnlich und vielleicht sogar abartig erscheint, steckt dahinter doch ein ausgeklügelter Mechanismus: Meerschweinchen bilden im Blinddarm Vitamine, die sie über den Kot wieder aufnehmen und verwerten. Allerdings fressen sie dabei nicht irgendwelche Bohnen, sondern ganz spezielle Blinddarm-Bohnen, die neben besonders viel Eiweiß auch verschiedene für das Schweinchen lebensnotwendige B-Vitamine und Vitamin K enthalten. Unerfahrene Schweinehalter bemerken den Bohnenschmatz möglicherweise gar nicht, weil dieser in der Regel schnell und dezent durchgeführt wird. In Sekundenschnelle rollt sich das Schweinchen ein und „wuschelt da unten herum“ als würde es sich putzen. Lediglich ein genüssliches Schmatzen nach der vermeintlichen Schweinewäsche kann den Bohnenschmatzvollzug unter Umständen verraten.
Egal, ob man diese Methode der Vitaminzufuhr nun raffiniert oder widerlich findet – für Meerschweinchen ist sie lebensnotwendig. Daher ist es wichtig, den Bohnenschmatz nicht zu unterbinden (was bei munteren, gesunden Meerschweinchen ohnehin kaum möglich sein dürfte) und bei Meerschweinchen mit Bewegungseinschränkungen (z.B. nach einer Operation) darauf zu achten, dass die Aufnahme von Blinddarmkot möglich ist.

frische Bohne

Schweinebohnen tragen jedoch nicht nur zur Gesunderhaltung des Bohnenproduzenten bei, sondern können auch eine Menge über mögliche Erkrankungen verraten.

Optik

Die Verdauung von Meerschweinchen ist vergleichsweise komplex und anfälliger als bei anderen Tierarten. Ist die Verdauung einmal aus dem Gleichgewicht geraten oder zum Erliegen gekommen, wird die Lage für das Schweinchen schnell lebensbedrohlich. Daher sollte die Verdauung der Schweinchen immer beobachtet werden. Da die Bohnen wie bereits erwähnt geruchsfrei sind, ist dies glücklicherweise keine allzu unangenehme Aufgabe für den Schweinehalter. Für den Alltag ist es vollkommen ausreichend, die Schweinebohnen auf eine gesunde Optik zu überprüfen. Und als Lohn wird der eifrige Schweinebohnenbeobachter gelegentlich mit kleinen Kunstwerken wie zum Beispiel einer aufrecht stehenden Schweinebohne belohnt. Die Chemiker unter den Schweinefreunden werden sich über fachmännisch gebohnte Modelle von dreieckssymmetrischen Orbitalen freuen.

stehende Bohne stehende Bohne

Die Bohnen eines gesunden Schweinchens sind gleichmäßig braun und gleichmäßig dick geformt. Die Enden sind abgerundet. Je nach Schwein kann die Größe zwischen etwa 8 und 20 mm variieren. Dabei hängen Schweinegröße und Bohnengröße nicht unbedingt direkt zusammen. Auch kleine Schweineleute können erstaunlich große Bohnen legen und auch dicke Wuchtbrummen produzieren zum Teil erstaunlich filigrane Böhnchen.

unterschiedlich große Bohnen

Kennt man die normale Bohnenoptik der eigenen Schweinebande, können Abweichungen leicht festgestellt werden. Auffällige Veränderungen, die häufig ein Anzeichen für Verdauungsstörungen (und somit oft für andere Grunderkrankungen) darstellen, sind:

  • deutlich kleinere Bohnen als gewohnt (treten häufig auf, wenn zu wenig gefressen wird)
  • spitze Enden wie Zipfel (häufig bei zu weichem Kot)
  • zusammenhängende Bohnen (wie eine Perlenkette)
  • schmierige Bohnen, evtl. nur als Matsch im Einstreu zu finden, ganz ohne Bohnenform (bei Durchfall)
  • weiche, blasige Bohnen (bei Hefen)
  • mehrfarbige Bohnen (häufig bei Päppelschweinen, die selbständig nicht ausreichend fressen)
  • Farbabweichungen (z.B. können sehr helle Schweinebohnen - Farbrichtung gelb/ocker - auf ein Leberproblem hinweisen)
Jedoch kann die Farbe der Bohnen auch von der Fütterung abhängen. So sind beispielsweise nach dem Genuss von Roter Beete die Bohnen häufig deutlich dunkel-violett eingefärbt. Bei auffälligen Veränderungen der Bohnen sollte das Schweinchen einem Tierarzt vorgestellt werden, auch wenn ansonsten (noch) keine Krankheitsanzeichen festzustellen sind.

missgeformte Bohnen missgeformte Bohnen

Bohnenanalyse

Der Tierarzt kann darüber hinaus weitere Erkrankungen mit Hilfe der Schweinebohnen feststellen. Bei einer Bohnenanalyse (vom Tierarzt auch als Kotuntersuchung bezeichnet) lassen sich beispielsweise Parasiten wie Würmer und Kokzidien oder ein Befall mit Hefen feststellen. Eine Bohnenanalyse ist einfach durchzuführen, indem frische Schweinebohnen aus der gesamten Gruppe in einem luftdichten Gefäß gesammelt und beim Tierarzt zur Untersuchung abgegeben werden. Je nach Verdacht sollte die Probe jedoch nicht an nur einem einzigen Tag, sondern über einen längeren Zeitraum gesammelt werden, da einige Parasiten nur phasenweise in den Bohnen nachweisbar sind. Die Dauer der Bohnensammlung sollte daher mit dem Tierarzt besprochen werden.

Meerschweinchenbohnen unter dem Mikroskop

Betrachtet man die Meerschweinchenhinterlassenschaften bei der Bohnenanalyse durchs Mikroskop (in diesem Zusammenhang auch als "Mikroskot" bezeichnet), so ergeben sich noch ganz andere Ansichten und Inhaltsstoffe der von außen so schlichten, braunen Öttibohnen. Man sollte meinen, wenn man Matsch tausendfach vergrößert, würde man nur größeren Matsch sehen. Aber dem ist nicht so. Man kann winzige Pflanzenteile entdecken, die die Öttis durch ihre Verdauung freigelegt haben. Zum Beispiel die Spaltöffnungen, die Pflanzen in ihrer obersten Zellschicht besitzen, um Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff abgeben zu können. Diese sogenannten Stomata sind in den beiden folgenden Bildern mit Pfeilen markiert.

Meerschweinchenbohnen unterm Mikroskop

Meerschweinchenbohnen unterm Mikroskop

In der vergrößerten Ansicht der Öttibohnen finden sich auch sehr kunstvolle Formen wie zum Beispiel Spiralen. Woher stammen diese Spiralen? Hat das Schweinchen heimlich Spiralnudeln genascht? Handelt es sich um Überreste des Sprungfederkrauts? Nein. Diese Spiralen bauen einige Pflanzen um ihre „Leitungen“ herum, in denen sie Wasser und gelöste Mineralien innerhalb der Pflanze transportieren. Diese Verstärkungen sind notwendig, damit die Leitungen dem hohen Druck standhalten können, der in ihnen herrscht. Da das Material dieser Verstärkungen selbst wasserundurchlässig ist, müssen die Formen so aufgebaut sein, dass dennoch teilweise Wasser abgegeben werden kann. Da bietet sich die Spiralform an. Diese „Verstärkungen“ sind unverdaulich, daher können sie bei der mikroskopischen Betrachtung von Ötti-Hinterlassenschaften entdeckt werden.

Meerschweinchenbohnen unterm Mikroskop

Manche Pflanzen bauen anstelle von Spiralen lieber nur kleine Löcher in diese Wandverstärkungen ein, an denen dann Wasser austreten kann - wie bei einer Bewässerungsanlage mit einem gelöcherten Gartenschlauch. Biologen haben mal wieder ihren Sinn für Humor bewiesen, indem sie diese kleinen Löchern mit dem Fachbegriff „Tüpfel“ bezeichnen.

Meerschweinchenbohnen unterm Mikroskop

Die Öttis bedanken sich ganz herzlich bei S. Kirschner, die ihnen diese tollen Aufnahmen (und das Fachwissen zur Deutung) zur Verfügung gestellt hat und somit einen ganz anderen Blick auf die mikroskopisch kleinen Hinterlassenschaften der Öttis ermöglicht.

Menge

Angaben zur durchschnittlichen Bohnenmenge eines Meerschweinchens finden sich leider nirgends. Der Grund dafür ist offensichtlich: Es lässt sich einfach nicht feststellen. Jegliche Versuche zur Bohnenerfassung wurden bislang von den Öttis zunichte gemacht. Entweder wurden die Bohnen vor dem Zählen weggeschmatzt, oder sie wurden beim Verdauungsschläfchen plattgewalzt, sodass sie nicht mehr zählbar waren.

zertretene Bohnen

Teile der Bohnen wurden aus dem Gehege geschleudert und fanden sich erst Wochen später beim Saugen unter den umliegenden Regalen wieder.
Auch der umgekehrte Weg über die genaue Messung des weggeschmatzten Futters erwies sich als nicht gangbar. Teile des Gemüses wurden im Einstreu verbuddelt. Unschmatziges Gemüse wurde nicht gefressen, sondern nur geschreddert und verstreut. Die Menge des verzehrten Heus ließ sich zudem nicht einmal ansatzweise Flummi-Bummi Kaugummi messen, da große Teile als Liegefläche oder Toilette missbraucht wurden. Daher wurden jegliche Versuche zur Ermittlung der Bohnenmenge mittlerweile aufgegeben. Verschiedene Beobachtungen brachten jedoch immerhin die Erkenntnis, dass die Bohnenmenge innerhalb einer bestimmten Zeit (auch als Bohnenfrequenz bezeichnet) bei Meerschweinchen sehr stark schwankt. Einerseits ist dies durch den Stopfdarm bei Meerschweinchen zu erklären. Das heißt, dass kurz nach der Futteraufnahme (mit ca. 20 Minuten Zeitverzögerung) die größte Bohnenproduktion zu verzeichnen ist. Gelegentlich scheint das Bohnenlegen sogar derart anstrengend zu sein, dass ein Schweinchen kurzzeitig fast krank erscheint und aufgeplustert und regungslos in einer Ecke sitzt. Bewegt es sich dann nach fünf bis zehn Minuten bester Laune wieder fort, sieht man oft den Grund für die große Anstrengung: einen stattlichen Bohnenhaufen.

Bohnenhaufen

Andererseits scheint auch Stress oder allgemein Aufregung die Bohnenproduktion ungemein anzuregen. Werden die Öttis beispielsweise kurzzeitig in ein provisorisches Gehege umgesiedelt, sind dort oft nach einer halben Stunde so viele Bohnen zu finden, wie gewöhnlich innerhalb eines ganzen Tages gelegt werden.

Verwertung

Schweinebohnen sind als wertvoller Rohstoff zu betrachten, sodass anzunehmen ist, dass in nicht allzu ferner Zukunft eigene Bohnen-Sammelbehälter im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Schweinebohnen enthalten nicht nur wertvolle Vitamine, Eiweiße und Rohfaser, sondern finden vielfältige Anwendung in der Küche oder bei der Energiegewinnung. Achtung: Auch wenn die Bezeichnung „Schweinebohne“ der regionalen Bezeichnung "Saubohnen" (für Ackerbohnen) zum Verwechseln ähnlich ist, eignen sich Meerschweinchen-Bohnen für den Menschen nicht zum Verzehr.

Pipi

Neben den Schweinebohnen produzieren Meerschweinchen eine beträchtliche Menge Schweinepipi (auch als Urin, Lulu oder Ötti-Tau bezeichnet). Aus ähnlichen Gründen wie bereits bei den Bohnen erläutert, fehlen verlässliche Angaben zur Menge des produzierten Urins. Im Gegensatz zu den Bohnen ist Schweinepipi im Gehege deutlich schlechter sichtbar, dafür umso besser mit der Nase wahrnehmbar.

feuchtes Einstreu

Geruch

Nach wenigen Tagen bilden sich aus Schweineurin (wie aus jedem anderen uns bekannten Urin) Ammoniakdünste, die den typisch stechenden Geruch nach Bahnhofsklo hervorrufen. Besonders unangenehm wird dieser, wenn pipigetränktes Heu vor sich hinmüffelt. Daher empfiehlt es sich zur Schonung der eigenen Geruchszellen, die bevorzugten Pipiecken der Schweinchen regelmäßig vom plattgetretenen und befeuchteten Heu zu befreien. Heufreie Pipiecken lassen sich erfahrungsgemäß im Öttigehege nicht einrichten, da die Öttis genau die Plätze zu ihren bevorzugten Pinkelstätten auswählen, an denen sich das Heu befindet. Insofern hat man aber immerhin einen begrenzten Einfluss darauf, welche Gehegeecken als Schweinetoilette fungieren. Heu- (und somit Pipi-)stellen, die leicht zu erreichen und zu reinigen sind, erleichtern die Gehegehygiene enorm.

Meerschweinchen Flummi auf zertretenem Heu

Weiteren Einfluss auf die olfaktorische Pipibelästigung kann man über die Fütterung nehmen. Deutlich unangenehmer und penetranter wird der Geruch, wenn Stangensellerie oder Kohl gemampft wurde. Daher werden solche Köstlichkeiten bei uns nur kurz vor der anstehenden Gehegereinigung – oder gar nicht – angeboten. Gute Erfahrungen haben wir auch mit dem mikrobakteriell behandelten Einstreu Allspan Bioaktiv gemacht, dessen zugesetzte Bakterien die Geruchsbildung etwas eindämmen. Dies hat tatsächlich funktioniert. Eine Handvoll Strohpellets unter der Einstreuschicht saugt Schweinepipi zusätzlich auf und sorgt dafür, dass die Einstreuschicht nicht so schnell durchweicht.

Strohpellets unter der Einstreu

Doch auch Mittel auf chemischer Basis sind im Handel erhältlich, um Ammoniak zu binden und somit den Geruch zu vermeiden. Es gibt diverse Pulver, die unter die Einstreuschicht gestreut werden sollen. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die neugierigen Öttis ihre Nase in das Pulver stecken und dieses aufschlecken, haben wir bisher von derartigen Experimenten mit chemischen Keulen die Finger gelassen. Denn letztlich ist Pipigeruch sogar nützlich: Er zeigt unmissverständlich an, dass dringend sauber gemacht werden muss. Unterdrückt man die Geruchsbildung, ist das Urin dennoch im Einstreu und der Untergrund entsprechend feucht. Da die Schweine auch dann noch auf ihren bevorzugten Pipiecken herumlungern, wenn diese bereits feucht sind, wärmen sie die feuchte Masse auch noch auf Körpertemperatur, sodass ein idealer Nährboden für verschiedene Parasiten und andere unangenehme Lebensformen entsteht. Insbesondere im Sommer (wenn auch das Schweineurin besonders schnell zur Geruchsbelästigung wird), bilden sich beispielsweise Fliegenlarven innerhalb weniger Tage. Daher ist es wichtig, feuchte Stellen im Gehege regelmäßig zu entfernen. Damit erledigt sich auch das Problem der Geruchsbelästigung.

aufgequollene Strohpellets

Urinstein

Weitere Unannehmlichkeiten durch Schweinepipi treten bei der Gehegesäuberung auf. Aufgetrocknete Pipipfützen hinterlassen unschöne weiß-gelbliche Ablagerungen auf dem Untergrund, die so hart werden, dass sie auch mit großem Kraftaufwand kaum weggescheuert werden können. Ein einfaches, günstiges und ungiftiges Mittel dagegen stellt Essigessenz dar. Ein ordentlicher Schuss Essigessenz auf einem feuchten Putztuch sorgt dafür, dass sich Urinsteinflecken einfach abwischen lassen. Etwas nasenfreundlicher und nur minimal teurer ist Citroessenz. Beides findet sich im Supermarkt im Essig & Öl-Regal.

Urinflecken im Meerschweinchengehege

Stubenreinheit

bebohnter Schweinerascheltunnel

Meerschweinchen lassen ihre Hinterlassenschaften völlig bedenkenlos einfach an Ort und Stelle fallen, wo sie sich gerade aufhalten. Ob sie sich dabei im eigenen Gehege, auf dem teuren Perserteppich oder auf dem Schoß des geliebten Zweibeins befinden, macht für sie keinen Unterschied. Bohnen und auch Ötti-Tau werden abgelassen, sobald der Verdauungstrakt dies nahe legt. Der Aufschub von Bedürfnissen scheint Meerschweinchen fremd zu sein. Daher ist es nicht möglich, Meerschweinchen wirklich stubenrein zu erziehen. Über feste Heustellen lassen sich Pipiecken im Gehege etwas steuern. Schweinebohnen im gesamten Wohnzimmer lassen sich vermeiden (oder zumindest deren Anzahl deutlich reduzieren), indem dort kein Futter angeboten wird und der Auslauf in der Wohnung erst eine Stunde nach der großen Raubtierfütterung angeboten wird. Vorsicht: dunkle Ecken üben dabei auf Meerschweinchen eine geradezu magische Anziehungskraft aus und verführen zum dauerhaften Verweilen und wohnlichen Einrichten. Dazu gehört für Meerschweinchen auch immer die Beduftung der Umgebung. Daher sollten im Auslauf zwar Verstecke angeboten werden, allerdings sollten diese nicht allzu kuschelig und gemütlich sein, da ansonsten mit einem erhöhten Bohnen- und Ötti-Tau-Aufkommen gerechnet werden muss.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Meerschweinchen die Bezeichnung „Schwein“ nicht völlig zu Unrecht im Namen tragen. Auch wenn sie sich selbst sehr sauber halten, sauen sie ihre Umgebung nach allen Regeln der Kunst ein. Den Job des Saubermachens überlassen sie dabei lieber dem Zweibein. Dafür stellen sie aber auch ihre übrig gebliebenen Bohnen für eine Kostprobe des Bohnenschmatzes gern zur Verfügung.


Jetzt erst einmal einen leckeren Bohnenschmatz...


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