Die etwas andere Meerschweinchenseite
  Notstation.de FAQ
 

Wissenswertes rund um Notstation.de


Warum ist notstation.de jetzt auf sifle.de?

Notstation.de war eine Top-Level.de Adresse die seit 2011 stetig teurer wurde. Da die Öttis mit den Jahren immer knauseriger wurden und schon lange keine Werbeeinnahmen mehr haben, wurde von der Ötti-Informationstechnologiekostenstelle schweren Herzens entschieden, Notstation.de nicht mehr als eigenständige Seite zu betreiben.

Um das Projekt weiter am Leben zu erhalten und die unfassbare Strahlkraft von sifle.de zu nutzen, haben wir Notstation.de inhaltlich auf sifle.de integriert. Und damit es trotzdem supertoll bleibt, kannst du weiterhin Notstation.dein deinen Browser eingeben. Nur dann kommst du eben auf die passende Seite auf sifle.de.


Warum gibt es Notstation.de?

Aus eigener Erfahrung haben wir festgestellt, dass Meerschweinchen-Notstationen und Pflegestellen oft nur schwer zu finden sind. Meist werden Notstationen von Privatpersonen betrieben, die ein paar unglücklichen Schweinchen eine vorübergehende Bleibe zur Verfügung stellen. Die Vermittlungsdaten werden meist auf der privaten Homepage (die bei einem kostenlosen Anbieter ohne Top-Domain erstellt wurde und nur wenig Marketing und Suchmaschinenoptimierung betreibt) veröffentlicht, oder an schwarzen Brettern in Supermärkten und Co. ausgehangen. Manches mal erfährt man nur zufällig von einer Notstation direkt in der eigenen Wohnortnähe.

Wir wollen Notstationen unterstützen und bekannter machen, indem wir sie auf dieser zentralen Internetseite sammeln und vorstellen. Wir verfolgen mit dieser Seite keine finanziellen Interessen - schließlich ist sie für alle Beteiligten kostenlos! - sondern hoffen, dass damit die Vermittlung von Notmeerschweinchen ein bisschen vereinfacht wird.


Warum ein Meerschweinchen aus einer Notstation?

Es sprechen sehr viele Gründe dafür, ein Meerschweinchen aus einer Notstation aufzunehmen.

Ein Beitrag zum Tierschutz

Wer ein Meerschweinchen aus einer Notstation bei sich aufnimmt, unterstützt damit aktiv die Tierschutzarbeit engagierter Menschen. Notstationen können sich nur dann um weitere Tiere in Not kümmern und diese aufnehmen, wenn die bereits in der Notstation sitzenden Tiere ein neues Zuhause finden.

Auch in einer Notstation findet nur eine begrenzte Anzahl an Tieren Platz - sowohl aus Platz- als auch aus Kostengründen. Denn schließlich sind es letztlich Menschen, die sich in ihrer Freizeit mit dem eigenen Geld um die Notschweinchen kümmern. Wird ein Schweinchen aus einer Notstation in ein endgültiges Zuhause vermittelt, wird in der Notstation wieder ein Platz für ein weiteres Schweinchen in Not frei.

Kompetente Beratung von Meerschweinchen-Experten

Darüber hinaus haben Notstationen den Vorteil, dass sie sich auf Meerschweinchen (oder Kleinnager) spezialisiert haben und somit oft eine bessere Beratung und Hilfestellung leisten können als dies beispielsweise in Zoohandlungen oder in Tierheimen der Fall ist, die überwiegend Hunde und Katzen vermitteln.

Damit wollen wir nicht die Beratung von Tierheimen schlecht darstellen. Aber es ist einfach so, dass Meerschweinchen-Notstationen in der Regel von Personen eröffnet und geführt werden, die spezielles Interesse an und Fachwissen über Meerschweinchen haben. Sie können daher in vielen Fällen gute Tipps zur artgerechten Haltung und Vergesellschaftung mit bereits vorhandenen Artgenossen liefern.

Bei Notstationen gibt es meist sogar die Möglichkeit, ein Tier zurückzugeben, falls eine Vergesellschaftung mit den bereits vorhandenen Meerschweinchen trotz aller Bemühungen einmal nicht gelingt.

Außerdem wissen Notstationen über die schnelle Vermehrungsrate von Meerschweinchen Bescheid und sorgen dafür, dass nicht noch mehr Notschweinchen in die Welt gesetzt werden. Männchen werden in aller Regel kastriert abgegeben (oder in reinen Männchengruppen) und Weibchen werden nur abgegeben, wenn eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden kann.

Ein weiterer ganz wichtiger Grund, der für Meerschweinchen aus einer Notstation spricht, sind die Schweinchen selbst. Entgegen mancher Vorurteile sind Notmeerschweinchen nicht grundsätzlich ängstlich, krank, verhaltensgestört oder anderweitig "minderwertig".

Natürlich kommen auch Meerschweinchen aus schlechter Haltung in Notstationen unter und können krank oder verängstigt sein. Die Betreiber einer Notstation können aufgrund ihrer Erfahrung die Tiere jedoch in der Regel gut einschätzen und beraten einen Interessenten ausführlich und ehrlich. Eine Notstation ist immer daran interessiert, dass die vermittelten Tiere auch dauerhaft in ihrem neuen Zuhause bleiben können und hätten daher von falschen Versprechungen selbst nur Nachteile, wenn die Tiere nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden.

Wer kein ängstliches Schweinchen halten möchte, kann dies in einer Notstation offen sagen und wird sicherlich auch einen mutigen Vertreter seiner Art finden. Auch Jungtiere, Babys, hübsche, gelockte, getupfte, einfarbige, wuschelige, wunderschöne und sogar Rassetiere lassen sich in Notstationen finden. Es findet sich bestimmt für jeden Geschmack ein passendes Tier. Doch auch für die nicht ganz so wunderschönen, die älteren, zurückhaltenden, zotteligen soll hier eine Lanze gebrochen werden! Ein Tier, das nicht den ersten Platz bei einer Ausstellung gewinnen könnte, kann einem aufgrund eines wunderbaren Charakters ans Herz wachsen, sodass man es für nichts in der Welt hergeben würde.

Schau einfach mal in eine Notstation in deiner Nähe und schau den Schweinchen in die Augen. Dort wirst du dich sicherlich in ein besonders treu dreinschauendes Knopfaugenpaar blicken, das Dich überzeugen kann, dass genau das Schweinchen vor Dir sitzt, das Du gesucht hast.


Warum Meerschweinchen nicht im Zooladen kaufen?

Es gibt vielfältige Gründe, warum man Meerschweinchen nicht aus einer Zoohandlung kaufen sollte.

Tiere sind kein Handelsprodukt

Man muss sich vor Augen halten, dass lebende Tiere in einer Zoohandlung nur als „Produkt“ angesehen werden, die dann den späteren (regelmäßigen) Verkauf von Zubehör sichern sollen. Zoohandlungen sind daher als Einzelhandelsunternehmen natürlich auf den Verkauf ausgerichtet. Man kann also nicht von einer neutralen Beratung ausgehen. Kaum eine Zoohandlung wird einem potentiellen Kunden von der Anschaffung eines Meerschweinchens abraten, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen.

Zoohandlungen sind nicht verpflichtet, die Tiere zurückzunehmen. Meist sind lebende Tiere grundsätzlich von der Rücknahme ausgeschlossen. Wenn der Tierhalter also nach kurzer Zeit merkt, dass Meerschweinchen doch nicht das Richtige für ihn sind, er den Ansprüchen der Tiere nicht gerecht werden kann oder er die Tiere aus anderen Gründen nicht mehr halten kann, hat die Zoohandlung dadurch keinen Nachteil. Also wird im Zweifelsfall immer zum Kauf eines Tieres geraten. Hauptsache die Kasse klingelt.

Oft fehlt es an Fachwissen

Weil Zoohandlungen meist viele verschiedene Tierarten anbieten (oft reicht die Palette ja von Nagetieren über Vögel und Reptilien bis hin zu Fischen und anderen Aquarienbewohnern), sind sie in aller Regel nicht auf Meerschweinchen spezialisiert. Die Verkäufer haben oft nur Grundkenntnisse über die Haltung der verschiedenen Tierarten und allzu oft stammt dieses Wissen nicht aus eigener Erfahrung sondern aus Ratgebern, welche ebenfalls in der Zoohandlung verkauft werden und nicht dem aktuellen Wissensstand entsprechen. Häufig werden schlichtweg falsche Informationen an die zukünftigen Tierhalter weitergegeben, die dem Tier sogar schaden können.

Vieles von dem im Zooladen angebotenen Meerschweinchenzubehör ist in keiner Weise für diese Tierart geeignet. Die Verkäufer wissen es entweder nicht besser oder kümmern sich schlichtweg nicht um die Bedürfnisse der Tiere, solange der Umsatz stimmt. Die Zoohandlung freut sich natürlich, wenn völlig ungeeignetes oder unnötiges Meerschweinchenzubehör verkauft wird. Dementsprechend wird dieses Zubehör auch im Verkaufsgespräch empfohlen.

Verkaufsregal statt artgerechter Haltung

Die gleichen Probleme betrifft die Haltung der Meerschweinchen im Zoohandel. Tierhandlungen haben in der Regel nicht genügend Platz zur artgerechten Haltung der Tiere. Sie sitzen in relativ großer Anzahl auf kleinem Raum zusammen. Begründet wird dies häufig mit dem Argument, dass dies ja nur eine vorübergehende Haltung sei und daher die beengte Unterbringung kurzzeitig akzeptabel sei. Dem Kunden wird damit jedoch vermittelt, dass der Platzbedarf nicht besonders groß ist. Im Gegenteil werden immer noch viel zu kleine Käfige von 100 oder 120 cm Länge als Meerschweinchenkäfige angepriesen und verkauft. Käfige, die dem Platzbedürfnis von Meerschweinchen auch nur annähernd gerecht werden, sind im normalen Zoohandel nicht erhältlich, also werden natürlich die kleinen Käfige empfohlen.

"Schadhafte Ware"

Viele Zoohandlungs-Meerschweinchen tragen sichtbare oder unsichtbare Schäden von der Unterbringung in der Zoohandlung. In aller Regel sitzen dort sehr junge Tiere ohne erwachsene Artgenossen zusammen. Es findet keine Sozialisierung statt. Spätere Probleme mit anderen Artgenossen sind keine Seltenheit, weil die Meerschweinchen in der wichtigen Prägephase keine Vorbilder für angemessenes Verhalten hatten. Stattdessen sind oft noch Kaninchen in den Meerschweinchengehegen zu finden. Dies trägt natürlich ebenfalls nicht zum Wohlbefinden oder Sozialverhalten der Meerschweinchen bei.

Falsche Ernährung

Gemüse findet man in den Gehegen im Zoohandel äußerst selten. Stattdessen werden die Tiere mit dem Trockenfutter versorgt, welches die Zoohandlung später auch an den Meerschweinchenbesitzer verkaufen möchte. Gesund ist dieses Trockenfutter nur in den seltensten Fällen. Die allermeisten Sorten enthalten hohe Anteile an Getreide, die dem Meerschweinchen mehr schaden als nutzen. Meerschweinchen, die mit diesem Trockenfutter groß gezogen wurden, reagieren häufig sehr empfindlich mit verschiedenen Verdauungsstörungen auf Gemüse, welches sie in der Zoohandlung nicht kennen gelernt haben.

Mangelhafte "Produkteigenschaften"

In einigen Fällen reicht die Unkenntnis des Personals in Zoohandlungen sogar so weit, dass die Geschlechter nicht sicher unterschieden werden können. Immer wieder kommt es zu Verwechslungen und somit zu ungewolltem Nachwuchs. Manche Zoohandlungen zeigen sich so „kulant“, dass sie dem Tierhalter die ungewollten Babys kostenlos abnehmen. Betrachtet man das finanzielle Interesse, das dahintersteht, verwundert einen dies nicht sonderlich.

Aktive Unterstützung von Massenzucht - Tierproduktion am Fließband

Ein weiteres, großes Problem ist die unbekannte Herkunft der Meerschweinchen, die in Zoohandlung angeboten werden. Es gibt große Tierfarmen, in denen massenhaft Tiere für den Verkauf gezüchtet werden. Die Tiere leben oft unter sehr schlechten Bedingungen. Einzig und allein die Anzahl der verkauften Tiere steht im Vordergrund. Meerschweinchen werden als Gebärmaschinen missbraucht. Es wird unkontrolliert verpaart, ohne auf Genetik oder Gesundheitsmerkmale der Tiere zu achten. Die „Ausschuss-Ware“ kann dann immer noch als Frostfutter für Reptilien vermarktet werden.

Leider ist die Herkunft der Tiere in Zoohandlungen meist nicht nachzuvollziehen, sodass man schlimmstenfalls davon ausgehen muss, derartige Vermehrungsbetriebe mit dem Kauf von Tiere in der Zoohandlung finanziell zu unterstützen.

Umsatz und Gewinn

Für Zoohandlungen ist der Verkauf des Tieres das Ziel. Es sichert die Einnahmen der Zukunft, da weiterhin Zubehör gekauft werden muss. Probleme, die der Halter mit seinem Tier hat (durch falsche Haltung, Beratung oder schlechte Herkunft), interessieren die Zoohandlungen in aller Regel nicht. Sie bieten keine Hilfestellung bei Vergesellschaftungen oder anderen Schwierigkeiten. Der Halter wird mit dem Tier, der Verantwortung und den möglichen Sorgen allein gelassen.

Pro Notstation!

All diese Gründe sprechen dafür, den Zoohandel beim Verkauf der „Ware Tier“ nicht zu unterstützen. Notstationen widmen sich dem Tierschutz und unterstützen den Tierhalter bei auftretenden Problemen. Es geht ihnen nicht darum, das Tier möglichst schnell loszuwerden, sondern sie streben eine artgerechte Haltung und ein lebenswertes Schweineleben für das Tier an. Wir denken, dass diese Arbeit wirklich lobenswert ist und bestenfalls dadurch unterstützt werden sollte, dass man den dort wartenden Tieren eine Chance auf ein schönes, neues Zuhause gibt.


Woran erkenne ich eine gute Notstation?

Es gibt keine allgemeingültigen Qualitätskriterien, an denen man eine gute oder weniger gute Notstation zweifelsfrei erkennen kann. Meerschweinchen-Notstationen werden in den meisten Fällen rein privat geführt und somit hängt das „Erscheinungsbild“ ganz wesentlich von den Möglichkeiten und Bemühungen des Notstationbetreibers ab. Manche Notstationen beherbergen über 50 Notschweinchen, andere haben Plätze für maximal fünf Tiere. Einige Notstationen werden in einer Scheune oder einem Gartenhaus betrieben, andere Notstationen halten die Notmeerschweinchen in einem Eigenbau neben der eigenen Meerschweinchengruppe im Wohnzimmer. Die Haltung und das gesamte Erscheinungsbild einer Notstation können sehr unterschiedlich sein. Daher kann „die perfekte Notstation“ als solches nicht beschrieben werden. Allerdings gibt es einige Dinge, die auf eine „gute Notstation“ (d.h. einen professionellen Umgang und gute Haltung und Versorgung der Tiere) hinweisen.

Nachwuchsvermeidung

Eine Notstation, die im Sinne des Tierschutzes arbeitet, ist bemüht, weitere unnötige Schweine-Notfälle zu vermeiden. Unkontrollierte Vermehrung sollte ausgeschlossen sein. Daher sitzen die Männchen und Weibchen getrennt, bzw. in gemischten Gruppen sitzen nur Kastraten mit Weibchen gemeinsam im Gehege. Zeugungsfähige Böckchen sitzen keinesfalls mit Weibchen zusammen.
Die meisten Notstationen geben Männchen generell nur kastriert ab, um weiteren Nachwuchs zu vermeiden. In einigen Fällen (beispielsweise wenn alte unkastrierte Böckchen in der Notstation landen, die eine Kastration aus gesundheitlichen Gründen nicht überstehen würden) werden auch unkastrierte Männchen abgegeben – dann allerdings nur zu männlichen Artgenossen.

Gesundheit

In Notstationen landen häufig Meerschweinchen, die längere Zeit schlecht versorgt wurden. Oft handelt es sich um Tiere, für die sich niemand mehr interessierte und die daher in der Pflege vernachlässigt wurden. Aber auch kranke Tiere werden gelegentlich an Notstationen abgegeben, wenn die Pflege oder Behandlung vom Vorbesitzer nicht übernommen wird.
Es ist daher keinschlechtes Zeichen, wenn in einer Notstation auch einige kranke Tiere sitzen, die aktuell nicht vermittelbar sind. Allerdings lässt sich eine gute Notstation daran erkennen, dass nur gesunde Tiere abgebeben werden und dass der Gesundheitszustand der Tiere medizinisch überprüft wird.
Ausnahmen bilden möglicherweise chronisch kranke Schweinchen, die dauerhaft mit bestimmten Medikamenten versorgt werden müssen. Über solche dauerhaft notwendigen Behandlungen klärt eine gute Notstation ihre Interessenten umfassend auf, d.h. sowohl über die notwendige Behandlung und Medikation, als auch über die anfallenden Kosten.

Haltung

Geld ist im Tierschutz leider häufig Mangelware. Und mit dem vorhandenen Geld wird sparsam umgegangen, um möglichst vielen Tieren damit helfen zu können. Daher haben die meisten Notstationen nicht die Möglichkeit, prachtvolle Gehege zur Unterbringung der Schweinchen zu bauen. Häufig wohnen die Notmeerschweinchen in einfachen Gehegen Marke Eigenbau, die jedoch den tierischen Bedürfnissen gerecht werden.
Wichtig ist, dass genügend Platz und Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Das Richtmaß zum minimalen Platzangebot für Meerschweinchenhaltung (ca. 0,5 m2 pro Tier) sollte möglichst eingehalten werden, wobei sich dieser Kennwert für große Gruppen in großen Gehege relativiert und häufig auch ein Auge zugedrückt wird, da es sich in der Notstation um eine vorübergehende Unterkunft handelt.
Häufig leben Meerschweinchen in Notstationen auch in handelsüblichen Gitterkäfigen, wenn keine Möglichkeit besteht, die Tiere in eine große Gruppe zu integrieren (z.B. wegen Zeugungsfähigkeit, Erkrankung, etc.). Auch wenn die Haltung von Meerschweinchen in (meist viel zu kleinen) Käfigen nicht zu empfehlen ist, haben Notstationen häufig wegen der vielen verschiedenen Schweinchen, die nun mal nach dem Zufallsprinzip dort eintreffen, vorübergehend keine andere Möglichkeit zur Unterbringung. Bei der Vermittlung legen Notstationen allerdings Wert darauf, dass den Notmeerschweinchen in ihrem neuen Zuhause ausreichend Platz zum Wohnen, Leben und Wuseln zur Verfügung steht. Schließlich sollen die Nottiere nicht aus dem Regen in die Traufe kommen.

Platzkontrolle

Im Gegensatz zum Zoohandel informieren sich gute Notstationen über das zukünftige Zuhause ihrer Schützlinge. Es wird nachgefragt, welche Artgenossen im neuen Zuhause bereits leben und wie groß das Gehege ist. Einige Notstationen bringen ihre Schweinchen selbst ins neue Zuhause oder möchten gerne ein Bild vom Schweinegehege sehen.
Dies passiert nicht aus Neugier oder böser Absicht, sondern zum Wohle der Meerschweinchen. Notmeerschweinchen stammen häufig aus schlechter Haltung und engagierte Notstationen legen Wert darauf, dass die von ihnen vermittelten Schweinchen einen guten Platz auf Lebenszeit bekommen. Daher vermitteln bemühte Notstationen ihre Meerschweinchen nicht in Einzelhaltung, nicht als alleinigen Artgenossen zu Kaninchen und nur in ausreichend große Gehege.

Schutzvertrag

Um die Notmeerschweinchen vor erneuten Schicksalsschlägen zu schützen, vermitteln Notstationen ihre Schweine in der Regel nur mit einem Schutzvertrag. Darin verpflichtet sich der neue Schweinehalter, die Tiere angemessen zu versorgen (dies schließt bei Bedarf auch die tierärztliche Versorgung mit ein) und nicht zu vermehren. Des Weiteren möchten die meisten Notstationen davon in Kenntnis gesetzt werden, wenn das Tier abgegeben werden soll, denn viele Notstationen nehmen ihre Schützlinge lieber wieder zurück, als sie an Unbekannte weitervermitteln zu lassen.
Um vor unüberlegten Meerschweinchen-Anschaffungen zu schützen und auch zu verhindern, dass Meerschweinchen aus Notstationen als Futtertiere enden, geben Notstationen ihre Tiere nur gegen eine Schutzgebühr ab. Die Höhe der Gebühren ist je nach Station sehr unterschiedlich. In der Regel decken die Gebühren nicht einmal die Unterkunfts- und Behandlungskosten. Insbesondere Kastrate werden häufig weit „unter Wert“ abgegeben, wenn man einmal die Tierarztkosten für eine Kastration und medizinische Nachversorgung betrachtet. Zum Schutz der Tiere wird die Schutzgebühr für jedes Schweinchen der Notstation erhoben (z.B. auch für Tiere, die nur wenige Tage in der Notstation gewohnt haben und keine Tierarztkosten verursacht haben). Die Schutzgebühr wird dann zum Wohle kostenintensiverer Kandidaten eingesetzt.

Beratung

Meerschweinchen-Notstationen werden üblicherweise von erfahrenen Meerschweichenliebhabern gegründet, bei deren Arbeit das Wohl der Meerschweinchen im Vordergrund steht. Es geht nicht um den höchstmöglichen Absatz von Tieren, sondern die langfristige Vermittlung in funktionierende Meerschweinchengruppen.
Interessenten (Meerschweinchen-Neulinge ebenso wie erfahrene Halter) werden bestmöglich über die Tiere und ihre Bedürfnisse informiert. Betreiber von Notstationen können ihre Tiere gut einschätzen und stehen beratend zur Seite, wenn es darum geht, einen geeigneten Artgenossen für die bereits vorhandenen Meerschweinchen auszusuchen oder eine neue, harmonierende Meerschweinchengruppe zusammen zu stellen. Bei einer schweinegerechten Beratung werden die Wünsche des zukünftigen Schweinehalters möglichst ebenso berücksichtigt wie das Zusammenspiel der Meerschweinchen. Erfahrene Notstationenbetreiber können häufig Empfehlungen für bestimmte Tiere geben, die bezüglich Alter oder Charakter besonders geeignet sind.


Sind die hier vorgestellten Notstationen die besten und garantiert ihr, dass keine schwarzen Schafe dabei sind?

Das können wir beim besten Willen nicht beantworten. Die hier gelisteten Notstationen für Meerschweinchen dienen nur dazu, einem interessierten Meerschweinchenhalter die Suche nach einer geeigneten Station zu erleichtern. Ob und wie die Schweinchen dort gehalten und vermittelt werden, können wir nicht überprüfen und geben daher auch keine Garantie, dass nicht auch ein schwarzes Schaf dabei ist.
Bitte prüfe die Notstation deiner Wahl genau und nimm im Zweifelsfall lieber Abstand.


Das letzte Meerschweinchen?

Irgendwann wird jede Meerschweinchenhaltung beendet. Die Gruppe ist immer kleiner geworden und ein Schwein bleibt als letztes übrig. Natürlich hat der Schweinehalter über die Jahre eine Bindung aufgebaut und möchte das letzte Meerschweinchen nicht an Fremde abgeben. Allerdings ist es auch keine Lösung, das letzte Schweinchen weiter ganz alleine wohnen zu lassen. Für Meerschweinchen ist mindestens ein Artgenosse lebensnotwendig. Aber was tun? Ein neues Schweinchen dazuholen? Und dann? Irgendein Schweinchen wird immer als letztes übrigbleiben.

Leih-Meerschweinchen

An dieser Stelle greift das Leih-Meerschweinchen-Konzept ein. Oft werden Leihschweine von Notstationen, seltener auch von Züchtern, angeboten. Solche Leihschweine sind Mitbewohner auf Zeit. Das Leihschwein zieht zum letzten Schwein dazu und bleibt solange, bis "das eigene Schweinchen" über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Danach zieht das Leihschweinchen wieder in seine ursprüngliche Notstation zurück. Es mag vielleicht etwas gruselig klingen, wenn man hört, dass lebende Wesen als Sterbebegleitung vermietet werden wie ein Gegenstand. Doch der Gedanke, der hinter diesem "Verleih" steckt, ist im Sinne des Tiers. Wer ein Leihschweinchen aufnimmt, ist nicht herzlos, sondern macht sich Gedanken um das letzte Gruppenschweinchen und will ihm einen einsamen Lebensabend ersparen. Das Leihschweinchen wird genauso gut behandelt wie das eigene Tier. Es wird versorgt und sicherlich auch lieb gehabt. Nur weil von vornherein klar ist, dass dieses Tier irgendwann in die Notstation zurückzieht, hängt der Schweinehalter (vielleicht) sein Herz nicht ganz so stark an das Leihschweinchen, sodass irgendwann ein Ende der Meerschweinchenhaltung möglich ist - ohne einsame Witwen/Witwer-Meerschweinchen. Und falls in der Zwischenzeit der Entschluss gefasst wurde, die Meerschweinchenhaltung doch fortzuführen, darf das eigentliche Leihmeerschweinchen natürlich auch bleiben - sofern neue Artgenossen einziehen - und zum festen Stammmeerschweinchen werden. Auch dieser Fall ist gar nicht so selten.

Vagabunden ohne Heimat?

Damit Leih-Meerschweinchen nicht ständig unter viel Stress umziehen und neu vergesellschaftet werden müssen, werden normalerweise einmal verliehene Meerschweinchen nur noch ein weiteres Mal vermittelt, und zwar in ein endgültiges Zuhause. Oftmals ist eine Leihschweinzeit nicht nur für eine kurze Zeitspanne. Manche Leihschweine bleiben sogar Monate und Jahre in ihrer Übergangsheimat. Man könnte auch sagen, dass man ein Schweinchen mit verbrieftem Rückgaberecht bei sich aufnimmt.

Aurin - ein Leihschwein findet sein Zuhause bei den Öttis

Aurin von sifle.de war auch einmal als Leihschweinchen im Einsatz. Seine „Leihmutter“ hatte eine kleine Meerschweinchengruppe, aber nach und nach fehlte es ihr, ganz klassisch, einfach an Zeit. Wenn sich zum Beispiel die Arbeitssituation ändert kann man sich manchmal einfach nicht mehr so um seine Haustiere kümmern, wie sie es benötigen.

Hinzu kam, ebenfalls ganz klassisch, dass man bei Gruppentieren mit einer relativ geringen Lebenserwartung immer mal wieder mit Krankheiten und Ausfällen zu rechnen hat. Abgesehen von einer recht kosten- und zeitintensiven Krankheitsbehandlung, nimmt es einen zusätzlich auch seelisch sehr mit, wenn immer mal wieder ein Mitbewohner seinen Koffer packen muss und über die Regenbogenbrücke geht. Als nun nach Jahren der Schweinehaltung und vielen Krankheitsfällen die Schweinedame Käthe als Letzte aus der Schweinegruppe „übrig“ geblieben war, reifte der Entschluss, die Meerschweinchenhaltung ganz aufzugeben. Käthe sollte aber zuhause bleiben und nicht abgegeben werden.

Und an dieser Stelle kam Aurin ins Spiel. Die Notstation Seestern-Schweinchen bot Leihschweine an, um genau solche Situationen abzudecken. Aurin zog zu Käthe und begleitete sie, sodass sie ein glückliches letztes Lebensjahr in Aurins Gesellschaft verbringen konnte. Als Käthe verstarb, wurde der ursprüngliche Entschluss, die Meerschweinchenhaltung ganz aufzugeben, in die Tat umgesetzt und Aurin wurde von der Notstation wieder abgeholt und zur Vermittlung freigegeben. Nach einer kurzen Übergangszeit in der Notstation zog Aurin zu uns und wurde zum Gruppenmitglied der Öttis. Weder Käthe noch Aurin mussten dank der Leihschweinmethode alleine wohnen. Und Aurin hat der Umzug nicht geschadet. Aurin war ein sehr sozialer Schweinemann, der seine Pflichten bestens erfüllte und mit seinem freundlichen Wesen für Harmonie bei den Öttidamen sorgte.


Warum sollte man notstation.de verlinken?

Wir haben das Ziel, eine zentrale Seite mit Meerschweinchen-Notstationen zu erstellen, die von jederman im Internet schnell und einfach gefunden wird.
Je häufiger die Seite verlinkt wird, um so leichter wird sie über Suchmaschinen auffindbar.
Durch einen Link (als Banner oder als Textlink) trägt jeder User dazu bei, diese Seite noch etwas leichter auffindbar zu machen. So steigt auch die Chance, dass die eigene Notstation über diese Seite gefunden wird - und letztlich auch die Vermittlungschancen der Notschweinchen.
So profitieren alle davon.

Und so funktioniert es

Binde einfach einen der folgenden HTML-Codes auf Deiner Homepage ein und der entsprechende Banner oder Textlink wird, wie darunter zu sehen, angezeigt. Selbstverständlich kannst Du unsere Seite auch als reinen Textlink verlinken.


Banner: 500 x 75 Pixel

Notstation.de - Alle Meerschweinchen Notstationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz


Banner: 150 x 50 Pixel

Notstation.de - Alle Meerschweinchen Notstationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz


Textlink

(wird wie ein normaler Link auf Deiner Homepage angezeigt)

Notstation.de


Kleiner Banner für die eigene Foren-Signatur

Notstation.de - Alle Meerschweinchen Notstationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz


Helfen

Notstation.de bzw. sifle.de ist werbefrei und dient nur dem Zweck, Abgabe und Vermittlung von Meerschweinchen etwas übersichtlicher zu gestalten. Möchtest Du etwas mithelfen, gibt es vielerlei Möglichkeiten.

Verlinken

Das Internet funktioniert nur, wenn die Seiten dort auch zu finden sind. Die Verlinkung auf anderen Seiten hilft, eine Seite besser auffindbar zu machen. Da das gerade bei notstation.de ein elementares Thema ist, haben wir hierzu eine extra Seite erstellt, auf der Du verschiedene Verlinkungsmöglichkeiten für soziale Netzwerke, Foren oder andere Internetseiten findest. Verlinken ist nicht schwer und hilft uns immens!

Tote Links

Solltest Du auf unserer Seite auf einen Notstationen-Link kommen, der nicht mehr funktioniert, melde dies bitte per Email an NotstationÄTgmx.de. Vielleicht gibt es die Notstation mittlerweile nicht mehr. Vielleicht sind aber auch nur technische Probleme der Grund für einen toten Link. Wir sind bemüht, diese Seite immer auf dem aktuellen Stand zu halten und werden uns schnellstmöglich um Deinen Hinweis kümmern.

Nutzen

Nutze unsere Seite, um mit Notstationen in Kontakt zu treten und unterstütze Deine Notstationen vor Ort. Ohne die herausragenden Leistungen dieser Menschen würde es vielen Meerschweinchen schlecht ergehen.


Wer ist das Schweinchen auf dem Notstation-Banner?

Das süße Schweinchen, das den Banner von Notstation.de schmückt, war unsere Frieda.

Sie war ein „Second-Hand-Schweinchen“, das anfangs nicht ganz einfach war, sich aber zu einer ganz tollen Schweinedame entwickelt hatte.
Frieda wurde in ihrem früheren Zuhause in einer Zweier-WG mit ihrer Schwester Ninja gehalten.

Vermutlich wurden sie zu früh von den erwachsenen Schweinen getrennt – wie so viele Zoohandlungtiere – und hatten daher keine Chance, vernünftiges Schweineverhalten zu erlernen.

Der Einstieg in unsere Schweinegruppe ist Frieda damals sehr schwergefallen und durch ihre Ahnungslosigkeit in Sachen Schweine-Etikette kamen die anderen kaum mit ihr zurecht. Ständig verhielt Frieda sich „unschweingemäß“ und wurde daher von den anderen gemobbt und gemieden. Mit sehr viel Geduld hat sich Frieda schließlich vieles von ihren Mitbewohnern abgeguckt und konnte nach und nach ihre Verhaltensweisen verstehen und sich selbst vernünftig benehmen.
Sie hat gelernt, dass man ihr nichts Böses wollte und ist sogar uns Menschen gegenüber sehr zutraulich geworden.

Frieda ist für uns der Beweis, dass auch ein schwieriges Meerschweinchen eine zweite Chance verdient hat und sich zu einem liebenswerten Wesen entwickeln kann, das man nicht mehr missen möchte.

Wer mehr über Friedas Geschichte erfahren möchte, kann sich gerne ihr Interview ansehen.

 
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