Die etwas andere Meerschweinchenseite
  Streit
 
Grundstein
Grundstein
April 2017

Streit

Meerschweinchen wirken auf den ersten Blick sehr harmlos. Friedlich dümpeln sie vor sich hin und grasen in stiller Eintracht nebeneinander. Man vermutet, dass die kleinen süßen Fellknäule in völliger Harmonie friedlich zusammenleben wie die Schlümpfe im Pilzhaus. Doch wer eine Meerschweinchengruppe schon einmal etwas länger beobachtet hat, weiß, dass dies nicht stimmt. Meerschweinchen sind zwar soziale Gruppentiere, die eine Gruppe brauchen, um sich wohlzufühlen, das heißt aber nicht, dass immer alles harmonisch und friedlich abläuft. In jeder Schweinegruppe kommt es gelegentlich zu mehr oder weniger harmlosem oder heftigem Streit.

Meerschweinchen Muffi und Flummi liegen harmonisch am Heuhaufen

Muffi und Flummi ganz harmonisch am Heuhaufen

Woran erkennt man einen Meerschweinchen-Streit?

Verhaltensweisen von Streitsuchenden

Ein harmloses Verhalten, dass bei streitenden Meerschweinchen zu beobachten ist, ist das Kopf-Hochwerfen. Sind sich zwei Meerschweinchen uneinig, wer das leckere Salatblatt aufmampfen darf, werfen häufig beide den kleinen Plüschkopf in den Nacken und strecken die Nase weit in die Luft. Vermutlich soll dies den Kontrahenten größentechnisch beeindrucken.

Flummi beeindruckt durch ihre Größe

Sind sich zwei Futterstreiter längere Zeit uneinig und vertieft in ihre Machtdemonstration des Kopfhochwerfens, so kann es passieren, dass ein vorbeikommender Mitbewohner die Gelegenheit nutzt und sich das Salatblatt schnappt, das ungeschützt unter den Köpfen der Streithähne (bzw. Streithennen) herumliegt. Haben die Streitschweinchen sich endlich geeinigt, wer das Blatt fressen darf und wer leer ausgeht, ist das betreffende Salatblatt möglicherweise schon längst verschwunden und verdaut. So kanns gehen. Das Kopfhochwerfen ist meist nur bei harmlosen Streitereien um Kleinigkeiten zu beobachten und eher unter dem Begriff "Zickerei" zu verbuchen.

Fips will Ilani die rote Beete wegnehmen

Ebenfalls zu den Drohungen zählt das Zähnewetzen. Meerschweinchen können ihre Zähne derart schnell übereinander wetzen, dass ein zischelndes Geräusch entsteht, das an eine wütend zischende Schlange erinnert. Um noch imposanter zu wirken, stellen sich viele Meerschweinchen beim Zähnewetzen quer, um durch mehr Fläche noch größer zu wirken. Ist ein Meerschweinchen so richtig sauer, kann es zusätzlich auch die Nackenhaare aufstellen, um (je nach Haarlänge) optisch noch mal ein paar Millimeter an Höhe zu gewinnen. Präsentiert sich ein Meerschweinchen derart groß und lässt das zischelnde Zähnewetzen hören, so ist das eine ernstgemeinte Drohung, sich sein Verhalten noch mal zu überlegen.

Aurin giftet Flummi beim Kennenlernen an

Eine noch stärkere Drohung stellt das Aufreißen des Mäulchens dar. Ernsthaft drohende und genervte Meerschweinchen werfen den Kopf in den Nacken, reißen das Mäulchen erschreckend weit auf und zeigen ihre beeindruckenden Reißzähne (die genaugenommen keine Reißzähne, sondern Nagezähne sind, aber im Streitfall mindestens ebenso beeindruckend wirken wie ein Säbelzahntigergebiss). Lässt sich der Artgenosse von dieser Drohung auch nicht zur Vernunft bringen, setzen Meerschweinchen im Streit noch einen drauf:

Aurin reißt das Mäulchen auf

Sind alle harmlosen Drohgebärden ohne die gewünschte Wirkung geblieben, so reißt auch gutmütigen Meerschweinchen irgendwann der Geduldsfaden und sie gehen zum Angriff über. Häufig wird der Gegner erst mal angesprungen, um ihn zu erschrecken. Oft versenkt der Angreifer seine Zähne im Fell des Kontrahenten und reißt bei Gelegenheit auch ein Haarbüschel aus, um dem Gegner zu zeigen, dass es ernst ist.

Im nächsten Schritt geht ein Meerschweinchen dann dazu über, sein Gegenüber zu beißen. Besonders anfällig ist die Nase, die dem Angreifer im Streitfall nun mal am nächsten kommt. Bei flüchtenden Kontrahenten kann ein Biss auch schon mal auf dem Rücken oder auf dem Plüschpopo landen. Besonders anfällig für Bissverletzungen sind die dünnen Lederschlappohren. Beißt ein Artgenosse ins Ohr, kann dieses leicht reißen oder Löcher davontragen, die in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt stolz herumgezeigt und deren Herkunft mit heldenhaften Erzählungen ausgeschmückt werden.

ein Schweinemann mit Ohrvergangenheit

Da Meerschweinchen eine recht dicke Haut haben, wird diese durch einen zwickenden Kollegen nicht so leicht verletzt. Kleine Schrammen heilen meist von alleine wieder ab. Bei ernsthaft blutenden Wunden sollte aber aufgrund der Infektionsgefahr besser ein Tierarzt hinzugezogen werden, um die Wunden zu versorgen.

Da wir bisher glücklicherweise keine ernsthaften Bissverletzungen bei Vergesellschaftungen hatten und somit auch keine Bilder von ernsthaft kämpfenden Meerschweinchen, präsentieren wir lieber ein Bild das zeigt, wie anstrengend Streitereien für Meerschweinchen sind und wie erschöpft man nach einer Vergesellschaftung zusammenbrechen kann.

Aurin völlig erschöpft vom Streiten

Verhalten des unterlegenen Schweinchens

Merkt ein Schweinchen, dass es einem Kollegen nicht viel entgegenzusetzen hat, ist die beliebteste, einfachste und zugleich effektivste Methode den Streit zu beenden, einfach wegzulaufen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass genügend Platz zum Weglaufen vorhanden ist. Ist das Gehege so klein, dass die Schweinchen ständig in Sichtweite des anderen sitzen, kann dies Aggressionen schüren und erschwert das friedliche Zusammenleben.

Ilani geht Streit aus dem Weg und läuft weg

Doch nicht jedes Schwein sucht sofort das Weite. Gelegentlich versuchen auch rangniedere Schweinchen, den Streit mit einem Artgenossen förmlich auszusitzen. Manche bleiben wie versteinert vor dem pöbelnden Kollegen sitzen. Häufig ist dabei ein Quietschen zu hören, dass nur in solchen Streitsituationen produziert wird. Manche Schweinchen bleiben sogar beim Angriff des Kontrahenten noch sitzen und lassen einen Zwicker (häufig begleitet von lautem Protestgequietsche) über sich ergehen.

Ilani bleibt sitzen

Indirekte Anzeichen für Streit

Ist das Zweibein nicht unmittelbar Zeuge eines Streits, können häufig nur die Folgen der Schweinerangelei beobachtet werden: Die Einstreuschicht ist zerwühlt; Einstreu, die im Streit hochgeschleudert wurde, liegt vor dem Gehege oder leichte Einrichtungsgegenstände im Schweineheim wurden umgeworfen. Schlimmstenfalls sind die Streitfolgen unmittelbar an den Schweinen selbst zu beobachten.

umgeworfene Einrichtungsgegenstände

Direkt im Anschluss an einen heftigen Streit ist das unterlegene Schweinchen häufig noch etwas scheu und schreckhaft. Eventuell sind Bisswunden zu sehen oder herausgerissene Haarbüschel, die im Gehege liegen. Herrscht in einer Meerschweinchengruppe dauerhafter Streit, so sind die Folgen am Unterlegenen häufig noch deutlicher sichtbar: Das Fell wirkt stumpf; das Gewicht fällt; das Tier hat Narben, auf denen kein Fell mehr wächst; es zieht sich zurück, wirkt ängstlich und bewegt sich insgesamt weniger. Auch für Pilzerkrankungen und Milben sind gemobbte Meerschweinchen anfälliger.

Muffi schaut nett in die Kamera

Anstelle eines ängstlichen, zerrupften Meerschweinchens lächelt Muffi nett in die Kamera

Gründe für Streit zwischen Meerschweinchen

Futter

Meerschweinchen streiten, wofür es sich zu streiten lohnt. Futter ist in den Augen der meisten Meerschweinchen ein ausreichender und lohnenswerter Grund, seinen Artgenossen anzumachen. Je leckerer der Snack, um so höher der Streitwert. Besonders beliebte Gemüsesorten, Leckerchen etc. sollten daher immer in ausreichender Menge gereicht werden.

Aurin streitet mit Flummi um Grünzeug

Auch wenn es aus Zweibeinsicht egal erscheinen mag, ob man ein großes Salatblatt am Stück ins Schweinegehege legt, oder das gleiche Salatblatt in kleingeschnittenen Stückchen, macht es für eine mehrköpfige Schweinegruppe durchaus einen großen Unterschied. Bei einem großen Stück kann auch nur einer fressen. Wagt sich ein zweiter an das Salatblatt heran, sorgt das für Stress, Stunk und Streit. Bei mehreren kleinen Stückchen kann sich dagegen jeder ein Stück schnappen, damit abhauen und unbehelligt vom Rest der Bande fressen. Auf diese Weise bekommen ranghöhere und rangniedere Schweinchen gleich viel Futter und jeder bekommt etwas von den leckersten Stückchen ab.

Muffi und Fips streiten um Paprika

Aber nicht nur besonders leckere Schweinegenüsse können zu Futterneid führen. Auch Grundnahrungsmittel wie Heu können Streit auslösen, wenn es nicht genügend Heutankstellen gibt. Streithähne können meist nicht entspannt nebeneinander Heu fressen. Daher ist es von Vorteil, Heu an verschiedenen Stellen im Gehege anzubieten.

Lieblingsplätze

Meerschweinchen bilden Reviere und es lassen sich Vorlieben für bestimmte Orte feststellen. Niedrige Hütten mit spaltigen Eingängen sind generell sehr beliebt. Schlummerstellen, an denen man auch Heu futtern kann, sind besonders heiß begehrt. Dunkle Ecken und abgedeckte Bereiche kommen immer gut an. Manche Schweine haben darüber hinaus eine Vorliebe für weich gepolsterte Kuschelecken. Je nach Vorliebe der Schweinepersönlichkeiten und Ausstattung des Schweinegeheges können daher auch bevorzugte Aufenthaltsorte Anlass für Streitigkeiten sein – wenn es nicht genügend schweingerechte Lieblingsorte gibt. Im Idealfall weist ein Schweineheim mehr schweingerechte Wohlfühlorte auf, als Bewohner darin beheimatet sind. Dann kann jedes Schweinchen zu jedem Zeitpunkt einen schönen Rückzugsort finden – auch wenn es vom Chef gerade aus dem Heu-UFO geworfen wurde.

Aurin liegt im Heu-UFO

Platz und Ausweichmöglichkeiten

Meerschweinchen brauchen Platz. Beengte Wohnverhältnisse führen bei jedem Lebewesen zu Unwohlsein. Bewegungsdrang, der nirgends ausgelebt werden kann, schürt Aggressionen, die im Zweifelsfall am einzigen Anwesenden ausgelassen werden, auch wenn dieser gar nichts verbrochen hat. Bei Ratten kursieren Gerüchte, dass Ratten durch extremen Platzmangel zu regelrechten „Killerratten“ werden können, die jedes Lebewesen und auch jeden Artgenossen angreifen und platt machen. Ob das auch bei den kulleräugigen Öttis möglich ist, ist fraglich. Wir möchten es jedenfalls nicht ausprobieren - vorsichtshalber. Dennoch ist klar, dass ein zu kleines Gehege häufig Auslöser von Streit unter schweinischen Mitbewohnern ist.

Meerschweinchen müssen genügend Platz haben, um sich bei schlechter Laune aus dem Weg gehen zu können. Körperkontakt ist unter Meerschweinchen generell nicht besonders beliebt. Bei vielen Meerschweinchen kann man einen unsichtbaren Dunstkreis um sie herum bemerken, der je nach Typ unterschiedlich groß ausfällt und der auch von Artgenossen (insbesondere rangniederen) nicht betreten werden darf. Rückt einem der Nachbar zu dicht auf die Pelle, muss er sich nicht wundern, wenn er eins auf die Nase gebraten bekommt. Auch Engstellen im Gehege, in denen man nicht genügend Abstand zum anderen halten kann, oder Häuschen mit nur einem Ein- und Ausgang können so unnötigen Streit provozieren. Ein ausreichend großes Gehege mit einer guten Struktur , breiten Pfaden und idealerweise Ausweichstrecken fördert die Harmonie in der Schweinegruppe.

Wege im Schweinegehege

Klärung der Rangfolge

Der Platz in der Rangfolge der Gruppe ist aus Schweinesicht durchaus einen Streit wert. Wer höher in der Gruppenhierarchie steht, kann sich besondere Leckerbissen reservieren oder den Rangniederen einfach mal zeigen wo der Hammer hängt, wenn einem danach ist. Daher versuchen die meisten Meerschweinchen, einen möglichst hohen Rang in der Gruppenhierarchie zu erwerben. Das Aufsteigen in der Rangfolge gelingt, indem man andere beeindruckt, verscheucht, einschüchtert oder unterbuttert. Also durch Streit.

Solche rangfolgebedingten Streitigkeiten lassen sich immer dann beobachten, wenn sich die Besetzung der Schweinegruppe verändert (zum Beispiel bei einem Neuzugang, oder wenn ein Schwein die Gruppe verlassen hat). Aber auch Veränderungen in der individuellen Stärke der schweinischen Gruppenmitglieder können Rangstreitigkeiten nach sich ziehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Meerschweinchen alters- oder krankheitsbedingt an Stärke verliert und (ehemals) rangniedere Gruppenmitglieder eine Chance zum Aufstieg wittern. Auch bei heranwachsenden Jungtieren, die in der Regel zu Beginn immer ganz unten in der Gruppenhierarchie starten, wächst mit zunehmendem Kampfgewicht und Körperstärke der Wunsch nach einem Karrieresprung. Jugendliche Schweinchen geraten früher oder später in die "Rappelphase", testen die Stärke der anderen Gruppenmitglieder und erlangen so – mit einigem Gemuige und Gezanke – ihren Platz in der Gruppenhierarchie.

Jungtier in der Schweinegruppe

Wird ein Schweinchen plötzlich ohne ersichtlichen Grund von anderen (auch rangniederen) Gruppenmitgliedern gemobbt, sind dies häufig erste Anzeichen für nachlassende Stärke. In einigen Fällen steckt möglicherweise eine Erkrankung dahinter, die für Menschen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ersichtlich ist. Meerschweinchen haben dagegen feine Antennen für die Schwächen eines Mitbewohners und können somit oft schon früh anzeigen, dass ein Schweinchen nicht ganz auf der Höhe ist. Steigt ein Schwein also plötzlich ohne ersichtlichen Grund in der Rangfolge ab, ist es ratsam, das Tier von einem fachkundigen Tierarzt untersuchen zu lassen.

Krankheitsbedingter Streit

Krankheiten können generell zu Unfrieden in der Schweinegruppe führen. Zum einen werden kranke Tiere häufig von ihren gesunden Mitbewohnern gemobbt. Dies scheint für die besorgten Zweibeiner völlig herzlos und gemein zu sein. In der Natur hat dieses Verhalten jedoch durchaus seine Berechtigung. Kranke, schwache Meerschweinchen haben in freier Wildbahn praktisch keine Überlebenschancen. Die Gruppe hat also keine Chance, das Krankschwein durch besonderen Schutz o.ä. am Leben zu halten. Darüber hinaus ziehen schwache Fluchttiere in der Regel schnell Fressfeinde an, die einen einfachen Fang wittern und möglicherweise die gesamte Gruppe in Gefahr bringen. Daher haben Meerschweinchen den harten aber vermutlich überlebenswichtigen Impuls, kranke Artgenossen zu meiden, zu mobben und ggf. aus der Gruppe zu vertreiben.

Meerschweinchen Muffi von hinten

Doch auch kranke Schweinchen selbst können heftigen Streit in der Gruppe auslösen. So können zum Beispiel Hormonstörungen (z.B. durch Zysten) das Verhalten des Schweinchens völlig verändern. Das Verhalten kann extrem aufdringlich, dominant und aggressiv sein, sodass die ganze Schweinegruppe gestresst und drangsaliert wird. Selbstverständlich müssen solche Probleme behandelt werden, da die ganze Schweinegruppe massiv darunter leidet.

Letztlich gibt es leider auch Verhaltensstörungen, die zu Streit führen können und die Vergesellschaftung extrem erschweren können. Meerschweinchen, die aus Einzelhaltung stammen oder ohne Artgenossen (zum Beispiel alleine mit einem Kaninchen) leben mussten, kennen häufig nicht die meerschweinchentypischen Verhaltensweisen, um einen Artgenossen zu beschwichtigen, zu beruhigen oder Streit zu vermeiden. Ohne es zu wollen können "falsche" Verhaltensweisen (die vielleicht ein Kaninchen in Schach gehalten haben) bei einem Artgenossen als Provokation aufgefasst werden und zu Streit führen. Auch Jungtiere, die ohne erwachsene Schweinchen aufgewachsen sind und kein schweinetypisches Sozialverhalten erlernen konnten, wissen häufig nicht, wie sie sich im Streitfall verhalten müssen. Schlecht sozialisierte Meerschweinchen können somit dauerhaft zu Unfrieden in einer Schweinegruppe führen.

Meerschweinchen ganz harmonisch

Muffin und Aurin sind bestens sozialisiert und streiten sich nicht um Dill – solange genug da ist

Charakter

Schließlich hat jedes Meerschweinchen auch seinen ganz eigenen Charakter. Es gibt – wie auch beim Menschen – harmoniebedürftige Schweinchen, die Streit eher aus dem Weg gehen und dafür einem Artgenossen auch mal ein Salatblättchen überlassen. Es gibt ängstliche Schweinchen, die lieber anderen die Führung und Verantwortung überlassen. Es gibt Eigenbrötler, die sich aus dem Gezoffe der anderen lieber komplett heraushalten. Und dann gibt es die Hitzköpfe, die schnell sauer werden, Zicken, die sofort zurückgiften, Rambotypen, die gerne mal einen auf die Zwölf geben und Dominanzbolzen, die keinen Gott neben sich dulden.

Meerschweinchen Aurin ganz entspannt

Aurin ist ein sehr entspannter Schweinetyp, der sich nicht so schnell aufregt

Nicht alle Meerschweinchentypen lassen sich beliebig zu einer Gruppe zusammensetzen. Treffen zwei Alphatiere aufeinander, wäre dauerhafter Streit vorprogrammiert, der in Dauerstress, Krankheit und schlimmstenfalls ernsthaften Verletzungen und Tod enden kann. Bemerkt man solche Unvereinbarkeiten in der Schweinegruppe, ist die einzige Lösung eine dauerhafte Trennung der Hitzköpfe in jeweils eigene Gruppen.

Trennung bei Streit?

Für empfindsame Menschen ist Streit in der Schweinegruppe oft nur schwer zu ertragen. Wird die kleine Plüschkugel von der Wuchtbrumme gezwickt und verjagt, blutet einem das Herz. Jedoch ist gelegentlicher Streit in einer Meerschweinchengruppe aus den oben genannten Gründen völlig normal. Er gehört zum Schweinealltag dazu. Dabei kann Streit auch mal einige Tage anhalten oder über Wochen immer mal wieder aufflammen. Insbesondere Rangstreitigkeiten klären sich nicht innerhalb weniger Stunden, sondern brauchen ihre Zeit.

Solange Streit ohne Blutvergießen abläuft, lässt man den kleinen Leuten am besten die Gelegenheit, die Streitigkeit untereinander zu klären. Erst wenn abzusehen ist, dass sich die Gemüter gar nicht beruhigen, sollte über eine Trennung der Schweineleute nachgedacht werden. Dann sollte die Trennung jedoch dauerhaft sein, denn trennt man streitende Meerschweinchen kurzzeitig, um sie dann (nach einer "Verschnaufpause") wieder zusammenzusetzen, geht der ganze Streit wieder von vorne los. Und zwar von ganz vorne. Kurzzeitige Trennungen bringen also gar nichts, sondern – im Gegenteil! – verlängern den Streit nur noch unnötig.

Meerschweinchen Ilani
Willst du mich anmachen? Seh ich aus wie ein Ofen?
Was man wissen muss wenn man Meerschweinchen haben will Typische Anfängerfehler bei der Meerschweinchenhaltung Wieviel Platz Meerschweinchen brauchen Wieviel Auslauf Meerschweinchen brauchen Kann man Meerschweinchen alleine oder mit Kaninchen halten Optimale Zusammenstellung einer Meerschweinchengruppe Worauf man bei Meerschweinchen aufpassen muss Was Meerschweinchen kosten Natürliches Verhalten von Meerschweinchen Hilfe und Informationen zur Vergesellschaftung von Meerschweinchen Rangordnung in Meerschweinchengruppen Wenn Meerschweinchen sich streiten Meerschweinchen Zucht oder Vermehrung Meerschweinchen im Urlaub Meerschweinchen in Außenhaltung Wie Meerschweinchenwerden können Wie Meerschweinchen zahm werden Namen für Meerschweinchen
 
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