Die etwas andere Meerschweinchenseite
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Ötti-Warentest für Spielzeug

Produkt und Warentest für Meerschweinchen

Auf dieser Seite stellen wir Spielzeug für Meerschweinchen vor und geben einen Testbericht sowie eine subjektive Produktbewertung ab. Es handelt sich dabei sowohl um Produkte, die im Zoo-„Fachhandel“ als meerschweinchentauglich angeboten werden, als auch um Dinge, die ursprünglich nicht für Meerschweine entworfen, von uns aber dafür zweckentfremdet wurden. Alle bewerteten Produkte wurden von den SIFLE-Schweinen persönlich getestet. Sie haben reichlich Gebrauch von der Kommentierungsfunktion unserer Testberichte gemacht.

  1. Snackball ∗∗∗
  2. Rascheltunnel ∗∗∗∗∗
  3. Heusocke ∗∗∗∗∗
  4. Fruchthalter
  5. Spielrolle ∗∗
  6. Spieltunnel ∗∗∗∗
  7. Waldkiepe ∗∗∗∗
  8. Grasmöhre ∗∗
  9. Weidenball ∗∗∗∗∗
  10. Knabberkarton ? ? ?
  11. Nagident ∗∗∗
  12. Liebesflamme ∗∗∗∗∗
  13. Knabber-Rolle ∗∗∗∗
  14. Wühltüte ∗∗∗∗

Ist das ein offizielles Testcenter? Sind die Testergebnisse repräsentativ?

Diese Fragen und mehr, werden bei einem Blick hinter die Kulissen unseres Testlabors beantwortet.



Snacky

Testbericht

Der Snackball Snacky ist ein hohler Kunststoffball mit einer Öffnung, deren Größe sich mittels Drehregler verändern lässt. Der Ball kann mit kleinen, trockenen Leckereien für Meerschweinchen gefüllt werden. Rollt ein Schweinchen den Ball durch die Gegend, fallen gelegentlich kleine Leckerbissen aus dem Ball heraus und animieren das Schwein zum Weiterrollen. Leider riecht das Material anfangs so stark nach Kunststoff, dass die Schweine einen großen Bogen darum machen. Erst nach einigen Tagen Ausdünstzeit verfliegt der Geruch. Der Ball ist sehr stabil und sowohl für Snackball-Anfänger als auch für Fortgeschrittene (bzw. Fortgerollte) geeignet. Leider lässt sich der Ball nicht reinigen. Durch die kleine Öffnung lässt sich höchstens etwas Wasser einfüllen, allerdings wird das Trocknen sicher ewig dauern. Darum sollte nur absolut trockenes Futter eingefüllt werden. Auf Einstreuflocken rollt der Ball nur sehr schlecht, darum eignet er sich besser für glatte Böden. Mit dem Snackball können sich Schweinchen erfahrungsgemäß lange beschäftigen – bis der Ball leer oder der Magen voll ist.

Meerschweinchen Ninja am Snackball

Testurteil

Ein nettes Schweinespielzeug, das die Schweine gut zum spielen motiviert. Reinigung ist fast unmöglich, daher nur für trockene Leckerchen geeignet.

Kommentare

  •  Kommentar von Produkttesterin flecki_the_brain47:
    „Der Snackball ist toll! Dafür braucht man echt Grips. ICH bin total gut im Snackballspielen. Jaha! *ganz doll nick*“


Rascheltunnel

Testbericht

Der Rascheltunnel besteht aus dünnem Polyesterstoff. Er hat eine Länge von ca. 100cm und einen Durchmesser von ca. 20cm. Eingenähte Metallringe geben dem Tunnel etwas Stabilität, sodass man ihn ohne weitere Befestigung aufstellen kann. In der Mitte hat der Tunnel einen weiteren Seitenausgang. Die Schweine düsen mit Begeisterung durch den Tunnel – und werfen ihn gerne um. Leider fällt der Tunnel recht schnell in sich zusammen, sodass die Schweine alleine nicht lange Freude daran haben. Regelmäßiges Wiederaufstellen ist Pflicht.

Der Stoff des Tunnels ist schön glatt, sodass weder Heu noch Einstreukrümel daran hängen bleiben. Alles lässt sich leicht abschütteln. Auch Schweinekrallen bleiben nicht darin hängen. Schweinepipi lässt sich sehr einfach in der Dusche abbrausen. Nach ca. 30 Minuten ist der Stoff schon getrocknet und der Tunnel wieder einsatzbereit. Im Gegensatz zu anderen Versteckmöglichkeiten lässt sich der Tunnel sehr platzsparend zusammenlegen.

Mittlerweile ist bei unserem Modell eine Naht aufgegangen, sodass einer der Metallringe nicht mehr fest sitzt. Dies ist jedoch nach regelmäßigem Einsatz im Schweinegehege über drei Jahre durchaus verzeihlich – und außerdem mit Nadel und Faden leicht selbst zu reparieren.

Meerschweinchen Andi im Rascheltunnel

Testurteil

Ein prima Schweinespielzeug, das den kleinen Tunnelflitzern viel Spaß macht. Leichte Reinigung. Nur die Stabilität könnte besser sein.

Kommentare

  •  Kommentar von Produkttester nAsenmAnn_Andi:
    „Ich liiiieebe den Tunnel! Darin gebe ich Vollgas. Und ich boxe den Tunnel immer um und bringe damit alles zum Einsturz. Jahaaaa! Randaaaale! *völlig ausflipp* “  
  •  Kommentar von Produkttesterin erstauni-frieda2006:
    „Ein bisschen unheimlich ist es in dem blauen Tunnel, aber ich hab mich trotzdem schon mal da durchgetraut. *stolz bin* “  


Heusocke

Testbericht

Eine einzelne, ausgediente Socke kann ganz einfach zu einem unterhaltsamen Spielzeug für Meerschweinchen umfunktioniert werden, indem man sie mit Heu vollstopft, am Ende zubindet und mit einigen Löchern versieht. Gespickt mit ein paar leckeren Pellets stürzen sich Meerschweinchen mit Eifer auf die Socke und versuchen mit allen Mitteln, auch das letzte leckere Krümelchen zu ergattern. Selbstverständlich sollten nur Socken aus Naturfasern (Baumwolle) verwendet werden.

Die Socke kann mehrfach befüllt werden und sorgt so einige Tage für Unterhaltung im Schweinegehege. An den meisten Socken bleibt sehr viel Einstreu hängen. Die Schweine scheint das beim Spielen jedoch nicht zu stören – und anschließend landet die Socke ja ohnehin im Müll. Ein großer Vorteil der Heusocke: Auch verwöhnte Schweinchen fressen beim Spiel mit der Socke genügend Heu, um an die versteckten Leckerchen heranzukommen.

Testurteil

Eine günstige Beschäftigungsmöglichkeit mit hohem Spaßfaktor, die auch noch zum Heufressen motiviert.

Kommentare

  •  Kommentar von Produkttester crazy-andi777:
    „Wahouuuuuuu! Heusocke rockt!“


Fruchthalter

Testbericht

Der Fruchthalter von Trixie ist ein kleiner Metallspieß, auf den Frischfutter für Meerschweinchen aufgespießt und mit dem Ring oben im Gehege befestigt werden kann. Eine kleine Metallscheibe am unteren Ende sorgt dafür, dass das Obst- bzw. Gemüsestück nicht herunterrutschen kann. Mit einer Schraube wird die Metallscheibe von unten gesichert.

Bei uns kam der Fruchthalter nur ein einziges Mal zum Einsatz. Die Funktion war einwandfrei. Die Befestigung funktionierte prima und auch das Gemüse hielt. Allerdings schwingt der Fruchthalter bei mehreren zerrenden Schweinchen stark hin und her und haut ihnen regelmäßig mit der Metallscheibe kräftig an die Nase. *autsch*! Springt ein Schweinchen unter dem Spieß in die Luft – und das passt schnell mal im Gerangel – sticht der starre Fruchthalter gefährlich in den Rücken. Bei einer wilden und hungrigen Schweine-Meute birgt der Spieß also ein relativ hohes Verletzungsrisiko.

Testurteil

Gute Idee, ordentliche Umsetzung – allerdings mit nicht unwesentlichem Verletzungsrisiko bei hungrigen Schweinchen.

Kommentare

  •  Kommentar von Produkttester KingAndi44:
    „Man, das Gemüse ging von diesem Sch…ding einfach nicht ab! Ich hab wie irre dran gerissen – nix! Sowas braucht kein Schwein!“  
  •  Kommentar von Produkttesterin HardCorny:
    „Boah, das Teil ist mir voll vor die Nase gedonnert. Meine Nase tat drei Tage später noch weh. Darauf kann ich echt verzichten.“  


Spielrolle

Testbericht

Die Spielrolle von Trixie besteht aus unbehandeltem Holz mit einer kleinen Glocke im Inneren. Die Verarbeitung ist stabil und so glatt, dass keine Verletzungsgefahr besteht. Leider wurde bei der Konstruktion nicht berücksichtigt, was Meerschweinchen attraktiv finden - Glöckchengebimmel ist es jedenfalls nicht. Die Rolle wurde nur einmal angeschnüffelt, für ungenießbar befunden und seitdem ignoriert. Stößt ein Meerschweinchen zufällig an die Rolle schaut es vielleicht einmal verdutzt, woher denn das Klingeln kam – und trottet dann unbeeindruckt weiter. Schadet nicht – nutzt aber auch nichts. In Gemüse wäre das Geld sicher besser angelegt gewesen.

Testurteil

Ein Spielzeug, das für Meerschweinchen leider völlig uninteressant ist.

Kommentare

  •  Kommentar von Produkttesterin babyconny:
    „*gähn*“  


Notstation.de – Alle Meerschweinchen Notstationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Spieltunnel von Trixie

Testbericht:

Der Spieltunnel von Trixie hat eine Länge von 117 cm bei einem Durchmesser von 19 cm. Er ist aus Nylon gefertigt und durch die eingenähte Spiralfeder wird der Stoff straff gespannt, sodass der Tunnel stabil steht. Mit Klettbändern, die an beiden Enden angenäht sind, kann man den Tunnel fixieren, nachdem man ihn zusammengedrückt hat und kann ihn so platzsparend aufbewahren, wenn er nicht im Einsatz ist. Die Spiralfeder ist sehr stark, sodass das Zusammendrücken nicht ganz einfach ist. Es braucht schon ein bisschen Fingergeschick, um den Tunnel mit den Klettbändern so zu sichern, dass er einem nicht wieder auseinanderspringt und durch die Bude hüpft. Hat man es aber geschafft, ist der Tunnel nur noch wenige Zentimeter hoch und nimmt kaum noch Platz weg.

Der Nylonstoff ist glatt und etwas rutschig. Heureste, Einstreuflocken und ähnliche Krümel, die von den Schweinen beim Spielen in den Tunnel hineingeschleppt werden, können einfach abgeschüttelt werden. Der Tunnel ist sehr gemütlich und wird nach dem anstrengenden Toben gerne als Ruheplatz genutzt. Entstandene Pipi-Pfützen lassen sich leicht unter der Dusche abbrausen. Der Nylontunnel trocknet schnell. Leider bleiben Flecken trotz intensivem Scheuern auf dem hellen Stoff sichtbar, sodass er bereits nach wenigen Einsätzen ein bisschen schmuddelig aussieht. Die Öttis stört dies vermutlich wenig, denn sie werden nicht müde, immer neue Flecken in den Stoff zu machen. So haben sie beispielsweise keine Mühen gescheut und auch getestet, wie der Stoff auf eine Mischung aus Pipi und zertretenen Böhnchen reagiert. Sie Öttis waren sehr überrascht, dass auch diese Flecken hartnäckig im Stoff blieben…
Der Verarbeitung des Spieltunnels macht einen sehr guten Eindruck. Alle Nähte sind sauber geschlossen und es finden sich nirgends lose Fäden oder Schlingen, in denen sich eine Schweinepfote verfangen könnte. Dieses Spielzeug, das die Öttis jedes mal sehr gerne und intensiv nutzen, ist seinen Preis voll und ganz wert.

Spieltunnel von Trixie

Testurteil:

Ein tolles Schweinespielzeug mit guter Verarbeitung und hohem Spielwert für abenteuerlustige Öttis.

Kommentare:

  • Kommentar von Produkttesterin Danger-Ninja:
    „Ein super Fluchttunnel bei gefährlichen Einsätzen! So komme ich unentdeckt von A nach B, auch wenn mal keine Tarnflocken zur Verfügung stehen.“

Notstation.de - Sammlung von Meerschweinchen Notstationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Waldkiepe vom HiO

Testbericht

Bei der Waldkiepe sind wir uns nicht sicher, ob es für Meerschweinchen eher Nahrung oder eher ein Spielzeug darstellt. Offenbar ist es die perfekte Mischung.

Es handelt sich bei der Waldkiepe um zwei unbehandelte Bastkörbchen, zwischen denen jede Menge Knabber- und Knusperspaß eingeklemmt ist, der rundherum herausschaut. Laut Angaben des HiO handelt es sich dabei um eine Mischung aus Hölzern, Wurzeln, Kräutern, Blättern, Blüten und etwas Obst. Uns Naturbanausen waren einige der verwendeten Zutaten nicht bekannt, aber wir haben einfach darauf vertraut, dass die HiO-Spezialisten schon wissen, was für Meerschweinchen unbedenklich ist. Erkennbar waren für uns neben den angegebenen Zutaten auch mehrere Ähren mit Körnern. Vermutlich wechselt der Inhalt der Waldkiepe etwas je nach Saison.

Waldkiepe vom HiO Waldkiepe vom HiO

Die Öttis waren von der Waldkiepe begeistert. Kaum waren die bestückten Körbchen mit dem Bastfaden an der oberen Etage sicher befestigt, machten sich die Öttis darüber her. Fips, der auf der oberen Etage saß, war ganz begeistert von dem Bastfaden und knabberte diesen erst einmal bis zum Knoten ab. Dann wurden in wilden Aktionen bevorzugt die Ähren mit den leckeren Körnern herausgerissen und in Windeseile weggemümmelt. Direkt im Anschluss ging es mit den getrockneten Blättern und den feinen Zweigen weiter. Alles wurde angeknabbert – auch das, was als lose angebotenes Futter keine Begeisterungsstürme auslöst. Scheinbar macht die Tatsache, dass man sich kräftig anstrengen muss, um das Futter zu erbeuten, das Ganze viel interessanter. Es wurde geknuspert und geknabbert was das Zeug hält und erst nach ca. anderthalb Stunden, als die Schweinemägen wahrscheinlich kein weiteres Gramm aufnehmen konnten, legten die Öttis eine erste Verschnaufpause ein und lagen völlig erschöpft im Gehege herum.

Doch auch nach dieser Pause hatte die Waldkiepe für die Öttis kaum etwas von ihrer Faszination verloren. Ständig knabberten sie an dem immer kürzer werdenden Sortiment, hangelten sich an den frei hängenden Körbchen hoch und bearbeiteten die Konstruktion mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Nachdem die Waldkiepe allerdings nur noch ein runder Korb war, die Bastfadenaufhängung durchgenagt wurde und alle herausstehenden Äste abgenagt waren, ließ das Interesse nach und es wurde nur noch hin und wieder dran rumgenagt.

Waldkiepe vom HiO Waldkiepe vom HiO

Testurteil

Ein nicht ganz günstiger, aber dafür total interessanter und schmackhafter Leckerbissen für besondere Gelegenheiten, an dem die Öttis viel Spaß haben.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttester Waldmeister Fips:
    „Ich hätte mir etwas mehr von dem Bastfaden gewünscht. “
  • Kommentar von Produkttesterin Zigarettenkiepe:
    „Auch wenn es hier manchmal aussieht wie auf einer Müllkiepe, mit der Waldkiepe ist das Leben viel dekorativer und leckerer“


Testlogo Grasmöhre

Testbericht:

Die Grasmöhre von Kaninchenladen.de ist ca. 20 cm lang und hat einen Durchmesser von ca. 7 cm. Es handelt sich um Heu, welches kunstvoll in Möhrenform geflochten ist. Die Möhre ist stabil und dekorativ. Leider sind das Eigenschaften, die bei den Öttis nicht so hoch im Kurs stehen.

Die Grasmöhre wurde nur beim Erstkontakt einmalig beschnüffelt, um festzustellen, dass - entgegen der Namensgebung - kein Gras vorhanden ist. Da schon normale, "echte" Möhren abgesehen von akuten Verhungerungsnöten von den Öttis ignoriert werden, fiel ihr Interesse an der Grasmöhre noch geringer aus.

Flummi bei der Grasmöhre

Trotz mehrwöchiger Testphase und gelegentlicher Neuplatzierung des Testobjekts beschäftigten sich die Öttis in keiner Weise mit der Grasmöhre. Der intensivste Kontakt fand statt, wenn die Grasmöhre zufällig im Weg eines Produkttesters lag und dieser über die Grasmöhre hinwegstampfte. Auch mit Tricks gelang es uns nicht, das Interesse an der Grasmöhre zu wecken. Wurde die Grasmöhre erhöht auf Tunneln o.ä. abgelegt, sorgte sie höchstens für einen Schrecken, wenn die Möhre von einem Schweinchen versehentlich (oder absichtlich...) auf einen Mitbewohner gerollt wurde. Alles in allem ein sehr enttäuschender Test.

Weder als Spielzeug noch als Leckerchen kam die Möhre bei den Öttis an. Da der Anschaffungspreis günstig ist und keinerlei Gefahr von der herumliegenden Möhre ausgeht, wurde immerhin noch ein zweiter Stern vergeben.

Testurteil:

Ein ungefährliches Spielzeug, das von den Öttis jedoch in jeder Hinsicht links liegen gelassen wurde. Vermutlich sind Kaninchen interessierter gegenüber der Grasmöhre.

Kommentare:

  • Kommentar von Produkttesterin MöhrenMuffi3000:
    „Grasmöhre? Hab ich gar nicht bemerkt. Hätte ich da was testen sollen?“
  • Kommentar von Produkttester IchBinFipsUndDuNichtHaHaHa:
    „Da wäre mir sogar ne echte Möhre noch lieber gewesen - und das will was heißen!“
  • Kommentar von Produkttesterin Jetzt Flummi-Bummi Kaugummis kaufen!:
    „Ich war mal aus Versehen neben der Grasmöhre und sofort wurde ich fotografiert! Betrug! Alles nur gestellt!“

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Weidenball Testlogo

Testbericht:

Den Weidenball gibt es für günstige 1,09 Euro im Kaninchenladen. Der Ball ist hart, kugelrund und hat einen Durchmesser von ca. 10 cm. Er besteht aus dünnen, geflochtenen Weidenästchen.

Der Weidenball war ein Messegeschenk bei einem Großeinkauf und nach bisherigen Erfahrungen mit „Spielzeugen und Beschäftigungskram“ für Meerschweinchen hatten wir keine großen Erwartungen. Doch wir wurden von den schweinischen Angestellten des Ötti-Testcenters mal wieder eines besseren belehrt. Im Gegensatz zu bisherigen Spielzeugangeboten, die von den Öttis nach einem fünfsekündigen Probeschnuppern meist völlig ignoriert wurden, stürzten sie sich gleich beim ersten Kontakt auf den Weidenball, beschnupperten ihn ausgiebig, kosteten die dünnen Weidenzweige und starteten umgehend mit einer intensiven und langanhaltenden Knabberorgie. Die Öttis waren sichtlich begeistert von den knusprigen Ästchen und knipsten und knusperten sie mit großem Eifer kaputt. Innerhalb weniger Stunden hatten sie den Weidenball komplett zerlegt, zu großen Teilen weggeknuspert und die kümmerlichen Reste in einen kleinen Haufen Reisig zerlegt.

Meerschweinchen Flummi und Muffin bearbeiten den Weidenball

Offenbar regt der Weidenball den Knabber- und Zerstörungstrieb der kleinen Fellbirnen an und gibt ihnen die Genugtuung, ein großes Ding in kurzer Zeit völlig plattmachen zu können.

Bei einem Preis von gut einem Euro kann man den Öttis diesen kleinen Spaß hin und wieder gönnen. Immerhin ein halber Tag ist damit gerettet und eine Kinokarte für vier Öttis (selbstverständlich im Nachmittagsprogramm) wäre sicher teurer – sogar am Familien-Kino-Spartag.

Eine lange Lagerungszeit (bei uns weit über ein Jahr!) scheint dem Weidenball übrigens in keiner Weise zu schaden, solange die Lagerung trocken ist und alles knackig-knusprig bleibt.

Hat man gerade mal keine Knabberäste zur Hand, ist der Weidenball eine super Alternative! Die Öttis können auf ganz natürliche Weise ihren Nagetrieb abreagieren, fressen weniger Häuschen auf und stutzen ihre Nagezähne, die den ständigen Abrieb dringend brauchen. Der Weidenball ist ein gesundes, ungefährliches, günstiges und obendrein sehr beliebtes Spielzeug für Meerschweinchen.

Testurteil:

Ein günstiger Knabberspaß, der Meerschweinchen für einige Stunden beschäftigt und eine optimale Möglichkeit bietet, den Nagetrieb abzureagieren.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttesterin Flummi-the-schredder:
    „Den hab ich aber PLATT gemacht!“ *stolzguck*
  • Kommentar von Produkttesterin Muffitness:
    „Eine tolle Trainingsmöglichkeit für die Kaumuskeln, wenn's im Winter nicht so viele frische Äste zum Knabbern gibt.“

Kaninchenladen.de - tolle Sachen für Meerschweinchen kaufen
Testlogo Knabberkarton

schilder-0001.gif von 123gif.de Dieser Artikel bekommt vom Ötti-Testcenter keine Bewertung. Gründe dafür sowie ein wichtiger Warnhinweis sind im Testbericht nachzulesen.

Testbericht:

Der Knabberkarton vom Kaninchenladen hat die Maße 25 x 18 x 15 cm. Er hat 6 handgefertigte Ausschnitte in Form von Kreisen und Sternen. Der Karton ist mit Bast zugebunden. Zusätzlich sind einige Zweige mit kleinen getrockneten Blättern sowie einige Scheiben Apfelringe oben festgebunden. Gefüllt ist der Karton laut Hersteller mit feinem Kräuterheu aus dem Allgäu und Blättern und/ oder Kräutern sowie in einigen Fällen zusätzlich mit Apfelringen.

Der Karton ist von außen relativ unscheinbar braun, denn er ist unbeschichtet und ungebleicht, sodass es kein Drama ist, wenn ein Schweinchen im Eifer des Gefechts mal herzhaft hineinbeißt oder ungeduldig am Karton herumzerrt. Doch auch wenn die Pappe des Knabberkartons im Rohzustand ist, ist es sicherlich nicht empfehlenswert, die Schweinchen die gesamte Pappe auffressen zu lassen. Klebstoffe sind schließlich in jeder Pappe enthalten. Da in unserer Schweinetruppe durchaus Papier-und-Pappe-Fresser wohnen, die vor allem bei Langeweile alles schreddern, haben wir den Karton nur stundenweise unter Aufsicht ins Schweinegehege gestellt. Dafür war die Begeisterung nach jedem Wiedersehen umso größer.

Bei den Öttis hat der Knabberkarton wahre Begeisterungsstürme ausgelöst. In Sekundenschnelle hing an jeder Öffnung ein Schweinchen und fraß mit einem unbändigen Drang nach Zerstörung und Verdauung das leckere Heu. Die Köpfchen wurden mit großem Eifer in die ausgeschnittenen Formen hineingepresst (wobei die runden Öffnungen – vermutlich wegen der besseren nasenergonomischen Formgebung – gegenüber den Sternen leicht bevorzugt wurden), um an die leckeren Innereien des Knabberkartons heranzukommen. Ein Glück, dass die Öttis keine Fleischfresser sind. Man könnte es sonst glatt mit der Angst bekommen, wenn man sieht, wie wild sie den Karton bearbeiten, daran hochsteigen, die Zähne hineinschlagen, den Karton regelrecht „ausnehmen“ und herumstoßen.

Meerschweinchen am Knabberkarton

Die Öttis hatten an ihrem Knabberkarton stundenlang Spaß und sind auch nach längeren Verschnaufpausen immer wieder mit der gleichen Motivation an den Karton herangegangen. Im Langzeittest bewährte sich der Knabberkarton ebenso wie im ersten Expositionstest. Er wurde ein beliebter Aufenthalts- und Schlummerort. Kaum stand der Karton (auch im fast leergemampften Zustand) im Gehege, wurde er auch sogleich von einem Ötti bewohnt, das nach stundenlangem Aufenthalt nur mit sanfter Gewaltanwendung wieder zum Aussteigen animiert werden konnte.

Ein bemerkenswertes positives Merkmal des Knabberkartons ist die Spendenaktion, die dahinter steht. Der Knabberkarton wird von den Mitarbeitern des Kaninchenladens in Handarbeit gefertigt und die damit erzielten Einnahmen kommen dem Tierschutz zugute. Somit ist der ohnehin vernünftige Preis von fünf Euro für das Langzeitspielzeug mehr als angemessen und kommt auch noch einem guten Tierschutzzweck zugute. Die fünf Euro sind im Knabberkarton, der problemlos mehrfach wiederbefüllt werden kann und somit wochenlang Beschäftigung bieten kann, sehr gut angelegt.

Flummi-Bummi Kaugummi

Warum bekommt der Knabberkarton keine Sternebewertung?

Die Öttis würden dem Knabberkarton für den Spaß- und Mampffaktor locker die vollen fünf Sterne verleihen. Fips plädiert für die Vergabe eines Sonderpunktes für den leckeren Bastfaden. Die Zweibeiner haben dagegen erfahren, dass der Knabberkarton für Meerschweinchen zu einer ernsten Verletzungsgefahr werden kann. Die Ausschnitte sind so groß, dass wühlende Meerschweinchen den Kopf hineinstecken können, wenn sie versuchen, an das Innerste heranzukommen. Daher hatten wir den Karton vorsorglich ausschließlich unter Aufsicht ins Schweinegehege gestellt. Wie sich herausstellte, war das auch gut so…

Nach mehreren sorgenfreien Einsätzen des Knabberkartons blieb Flummi plötzlich mit dem Kopf in einem der Löcher im Karton stecken und geriet in Panik. Sie versuchte vergeblich, sich zu befreien und drehte und rollte sich wie wild mit dem Karton um den Hals. Auch bei fixiertem Karton schaffte sie es nicht, den Kopf selbständig aus dem Ausschnitt zurückzuziehen, weil er zu fest um ihren Hals saß. Alleine wäre eine Befreiung kaum möglich gewesen, ohne Flummi zu verletzen. Zu zweit konnten wir Flummi samt Knabberkarton hochheben und mit einer vorne abgerundeten Schere vorsichtig befeien, indem wir das Loch größer geschnitten haben. Flummi erlebte vermutlich den Schreck ihres Lebens und auch die Zweibeiner brauchten anschließend eine ordentliche Portion Valium, um ein bisschen runterzukommen. Nach diesem Vorfall waren wir in Versuchung, den Knabberkarton als ein öttiungeeignetes und gefährliches Spielzeug vorzustellen. Die Öttis protestierten allerdings lautstark und selbst Flummi wühlte bei späteren Einsätzen mit gleichem Eifer wieder am und im Knabberkarton herum. Eine schlechte Bewertung hielten die Öttis für absolut undenkbar bei so einem tollen Spielzeug, das einer ganzen Schweinegruppe langen und leckeren Spielspaß garantiert.

Meerschweinchen Ilani im Knabberkarton

Wie soll man solch widersprüchliche Bewertungen (0 Sterne mit Warnhinweis vs. 5 Sterne mit Extrasuperpunkt) zusammenführen? Mittelmäßige 3 Sterne würden diesen Einzelwertungen nicht gerecht. Daher wird der Knabberkarton ohne Sternchenbewertung vorgestellt, mit dem Hinweis, dass er ein extrem beliebtes Spielzeug bei Meerschweinchen ist, das allerdings nur unter Aufsicht eingesetzt werden darf und für den Notfall eine Schere bereitgehalten werden sollte. Zur Entschärfung der Situation haben wir die Löcher des Knabberkartons alle auf ein ungefährliches Maß (Durchmesser ca. 9 cm) vergrößert. Damit wird das Zerren an der Heufüllung etwas weniger anstrengend und leider auch etwas weniger spannend für die Öttis. Außerdem steigt durch die größeren Löcher ständig jemand ein und aus und bewohnt die Heufüllung, sodass sie regelmäßig ausgetauscht werden muss. Dafür kann sich dann aber auch kein Schwein strangulieren oder bei panischen Befreiungsversuchen verletzen.

Meerschweinchen Fips im Knabberkarton

Testurteil:

Eine total spannende und langlebige Beschäftigungsmöglichkeit mit köstlicher Füllung, die auch noch einem guten Zweck dient, die aber wegen Verletzungsgefahr ausschließlich unter Aufsicht zum Spiel freigegeben werden darf!

Kommentare:

  • Kommentar von Produkttesterin Kartonelani:
    „Das Überraschungs-Ei für Meerschweinchen – nur eckiger“
  • Kommentar von Produkttester Fadenfips:
    „Ich fand den Bastfaden wieder am besten. Der Knabberkarton rockt!“

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Nagident

Testbericht

Das "Schleif- und Beschäftigungsbündel" mit dem klangvollen Namen "Nagident" ist für 3,50 Euro bei den Schnuffelzwergen erhältlich. Es handelt sich dabei um ein fest geschnürtes Bündel von Weizenstroh, Ackerschachtelhalm, Schilfgras und Maisblättern. Die Länge des Bündels beträgt ca. 40 cm bei einem Gewicht von knapp 90 g. Am Ende des Bündels befindet sich eine längere Fadenschlaufe, mit der sich Nagident aufhängen lässt. Da die Öttis aber keine Befestigungsmöglichkeit in ihrem Schweineheim fanden (und sie bei einer testweisen Befestigung unter der Zimmerlampe knapp zwei Meter zu klein waren...) und weil die Öttis sowieso viel lieber auf alles heraufsteigen, anstatt sich den zierlichen Hals zu verrenken, haben sie es kurzerhand auf den Boden gelegt und überwältigt.

Meerschweinchen am Nagident

Bei den Öttis löste das Nagident-Bündel umgehend eifrigen Aktionismus und große Begeisterung aus. Alle Schweinchen stürzten sich gleichzeitig auf das Bündel, zerrten und rissen daran herum und ließen sich die getrockneten Leckereien schmecken. Laut Aussage der Schnuffelzwerge handelt es sich bei Nagident um besonders langfaserige und kieselsäurehaltige Inhaltsstoffe, die den Zahnabrieb besonders fördern. Da die Öttis keine Lust hatten, ihre Zahnlänge vor und nach dem Nagidentgenuss messen zu lassen, müssen wir einfach auf diese Aussage vertrauen, ohne sie objektiv prüfen zu können. Schmackhaft scheinen die Inhaltsstoffe auf jeden Fall zu sein, sodass auf jeden Fall das Nagen und Kauen gefördert wird - so viel steht fest.

Am Nagident kann jedes Schweinchen seine eigene Strategie entwickeln: am fest geschnürten Ende herzhaft herumnagen, die Halme geschickt aus der Wickelung herausziehen oder abkneifen oder auch den Kopf mitten in das lose Ende des Bündels hineinstecken, um den goldenen Halm in der Mitte zu erlangen.

Meerschweinchen am Nagident

Leider war in der Mitte des Nagident (und ein Großteil des Gesamtgewichts) ausschließlich Stroh, das von den Öttis allenfalls als Füllmaterial, aber nicht wirklich als Futter angesehen wurde. Als die leckeren äußeren Maisblätter und Ackerschachtelhalme weggemampft waren, ließ die Begeisterung der Öttis deutlich nach. Nach kurzem Knabber- und Zerr-Vergnügen von ca. 20 Minuten war nur noch ein Haufen Stroh übrig, der unbeachtet herumlag, bis er schließlich irgendwann plattgetreten war.

Meerschweinchen am Nagident

Die Schnur, die das Nagidentbündel an einem Ende zusammenhält, wurde von den Öttis recht schnell gelockert und lag dann auf dem Boden. Vorsichtshalber wurde sie vom Bodenpersonal umgehend entfernt, da ein Verfangen von Schweinepfoten darin nicht ausgeschlossen war.

Testurteil:

Ein schmackhaftes aber kurzes Vergnügen, was angesichts des uninteressanten Hauptbestandteils preislich etwas zu hoch erscheint.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttesterin Muffident:
    „Mein Tipp an die Nagidentbauer: Mehr Maisblätter, weniger Stroh. Dann klappts auch mit dem vierten Stern.“

Die Öttis bekommen von den Schnuffelzwergen keinen Banner ...

Liebesflamme

Testbericht:

Die Liebesflammen aus dem Hasenhaus im Odenwald sind zu 100% getreidefreie und in Handarbeit hergestellte Knabberstangen für Kaninchen und Meerschweinchen. Die Zutatenliste liest sich aus Schweinesicht sehr lecker und sogar gesund: Pastinakenwürfel, süße Apfelstückchen, Spitzwegerichblätter, Echinacea (Sonnenhut), Pfefferminze und Trinkwasser. All diese Zutaten sind ohne weitere Füll- oder Klebstoffe an einem Haselnussast befestigt. Die Form ist ähnlich wie bekannte Knabberstangen, jedoch etwas rundlicher. Der Geruch ist leicht kräuterig und vom Apfel dominiert. Alle Zutaten sind fest und trocken. Lediglich die Apfelanteile sind ein wenig weicher, wie es typisch für getrockneten Apfel ist. Am Ende des Haselnussasts kann man die Liebesflamme gut festhalten, während sich die Raubtierbande darüber hermacht. Aber auch eine Befestigung (zum Beispiel Einklemmen in einer Weidenbrücke) ist einfach möglich.

Bei den Öttis kamen die Liebesflammen gut an. Innerhalb von Sekunden hingen alle vier Öttis an der Knabberstange und knabberten und rissen wie wild daran herum. Nach anfänglicher Euphorie ließ die Begeisterung nach wenigen Minuten erst mal wieder nach – sobald festgestellt wurde, dass man sich jeden Bissen hart erarbeiten musste und sich nicht in Sekundenschnelle den Wanst mit einem großen Haufen vollschlagen konnte.

Liebesflamme im Testcenter

Doch die Liebesflamme geriet auch im weiteren Testverlauf nicht in Vergessenheit. Immer mal wieder knabberte ein Ötti an der Flamme herum und erarbeitete sich ein paar Knusperkrümel, sodass nach gut zwei Wochen die große Überraschung kam: (Achtung Spoiler! Wer sich Liebesflammen anschaffen und sich die Überraschung nicht nehmen lassen will, überspringt besser den Rest dieses Absatzes.) Wenn die Liebesflamme komplett leergeknabbert ist, bleibt ein Nagerholz aus naturbelassenem Haselnussast übrig!

Der Preis von 3,79 Euro für zwei Liebesflammen von jeweils 50 g erschien uns relativ hoch. Referenzprodukte aus grellgrünen Verpackungen kosten nur etwa die Hälfte. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Liebesflammen um hochwertige, naturbelassene und vor allen Dingen meerschweinchentaugliche Zutaten handelt, die von Hand verarbeitet werden. Während bei vergleichsweise billigen Alternativprodukten Zucker und Stärke als Klebstoffe eingesetzt werden und die eigentlichen Knabberstoffe auch noch ungesunde Inhaltsstoffe wie Getreide, Honig, pflanzliche und häufig auch Bäckerei-Nebenerzeugnisse und in einigen Fällen sogar Ei und ähnliche denkbar ungesunde Zutaten enthalten, können Meerschweinchen bedenkenlos und mit gutem Gewissen mal eine Liebesflamme wegknuspern. Nicht zu vergessen die Nagerhölzer, die nach dem Abknabbern noch übrig bleiben und die im Fachhandel häufig für Stückpreise von 50 Cent oder mehr angeboten werden. Dagegen ist die Liebesflamme dann vergleichsweise ein echtes Schnäppchen.

Liebesflamme in Nahaufnahme

Da es sich bei den Liebesflammen nicht um ein Grundnahrungsmittel für Meerschweinchen handelt, sondern um ein gelegentliches Leckerli, das sogar noch über Wochen für Beschäftigung sorgt, erscheint der Preis schon angemessen.

Testurteil:

Ein hochwertiges und gesundes Leckerchen für Meerschweinchen, das lange Zeit Beschäftigung bietet, den Nagetrieb besänftigt und im Inneren sogar eine schweingerechte Überraschung bietet.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttester romantischer_Fips:
    „Auch praktisch als Keule zu benutzen, um nervige Leute zu verkloppen.“
  • Kommentar von Produkttesterin Ferrerolummi:
    „Spannung, Spiel und Knabberei – das sind ja drei Sachen auf einmal! Und sogar ganz ohne Ei.“


Knabber-Rolle

Testbericht

Die Knabber-Rolle von Dein Bestes ist für 1,29 Euro bei dm erhältlich. Die Rolle ist ca. 9 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 7 cm. Die Rolle ist fest mit Bastfaden umwickelt. Aus einer Seite schaut Heu heraus, auf der anderen Seite sind Krümel von Blütenblättchen festgeklebt. Laut Hersteller besteht die Knabber-Rolle zu 91 % aus Wiesenheu, gefolgt von jeweils 1,8 % Kornblumenblüten, Wildrosenblüten, Brennnessel, Löwenzahn und Oregano.

Die Knabber-Rolle im Ötti-Test

Der Heukern ist sehr hart gepresst und fest mit Bastfaden umwickelt, sodass die Rolle sehr stabil ist. Der Hersteller gibt an, dass die Knabberrolle "in liebevoller Handarbeit hergestellt" und "mit Tierärzten entwickelt" wurde. Ob die Rolle allerdings eigenhändig von Tierärzten in Handarbeit gewickelt wurde, entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Knabber-Rolle im Ötti-Test

Die Bastumwicklung der Knabber-Rolle ist stramm, jedoch nicht geknotet oder anderweitig befestigt, sodass der Bastfaden im Laufe der Beeumelung immer weiter abgewickelt wird. Bis es im Ötti-Test zur Beeumelung durch die Eumels kam, ging allerdings etwas Zeit ins Schweineland. Zunächst fanden die Öttis die Knabber-Rolle überhaupt nicht interessant, sondern vielmehr abstoßend. Mehrfach unternahmen sie Schnupperversuche, die abrupt abgebrochen wurden. Nach jedem Schnupperkontakt hüpfte ein Ötti blitzschnell von dannen und war nur noch von hinten zu sehen. Scheinbar war die erste Geruchsprobe der Knabber-Rolle nicht gerade positiv ausgefallen.

Das war erstaunlich, da die Öttis eigentlich alle Knabberrollenbestandteile bereits kannten und gerne verspeisten - bis auf Oregano. Daher steht dieses Kraut im Verdacht, die Öttis erst mal olfaktorisch abzuschrecken. Im Tagesverlauf gewöhnten sie sich jedoch scheinbar an die ungewohnte Geruchsnote und machten sich ans Werk, die Rolle nach und nach fachgerecht zu zerlegen. Dabei fiel auf, dass zunächst ausschließlich die Heu-Seite beknabbert wurde (obwohl das Heu schon leicht gelblich-strohig aussah), während niemand seine Nase auch nur in die Nähe des Blüten-Kräuter-Krümel-Endes brachte.

Die Knabber-Rolle im Ötti-Test

Alles sah schon nach einer mäßigen Punktebewertung aus, bis scheinbar plötzlich der Knoten platzte. Kaum waren die Öttis mal mit der Knabberrolle alleine, machten sie sich über sie her, sodass am Abend nur noch ein kleiner Krümel mit Blütenblättchen übrig war, sowie ein Haufen Bastfaden. Auch wenn es nicht so geplant war, verdrückten die Öttis selbst diese Überreste im Laufe der folgenden Nacht, denn am nächsten Morgen war kein Krümel von der Knabberrolle mehr im Schweineheim zu finden. Selbst der Bastfaden, von dem am Vorabend noch geschätzte zwei Meter herumlagen, muss in den Schweinebäuchen gelandet sein. Damit hatten wir nach dem wenig enthusiastischen Start der Knabberrollenversuchsreihe überhaupt nicht gerechnet. Und vermutlich hätten wir auch den Bastfadenhaufen entfernt, wenn wir vorher geahnt hätten, dass die Öttis ihn sich einverleiben.

Die Knabber-Rolle im Ötti-Test

Der Preis von 1,29 Euro erscheint für eine Schweinebeschäftigung mit Mampffaktor nicht zu hoch. Auch die öttitauglichen Inhaltsstoffe überraschen für ein Discounterprodukt positiv. Die Öttis fragten sich, wie die Tierärzte wohl die Kräuter- und Blumenkrümel an der Rolle festgeklebt haben, ohne Klebstoff (Stärke? Eiweiß? Pattex superfest?) zu verwenden. Oder ob sie ihn einfach nicht in die Liste der Inhaltsstoffe aufgenommen haben? Jedenfalls war die Knabber-Rolle für die Öttis ein nettes Mitbringsel aus der Drogerie.

Testurteil:

Ein Knabberspielzeug mit ordentlichen Zutaten, das die Öttis erst auf den zweiten Blick überzeugte, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit aber rege beknabbert und restlos aufgemümmelt wurde.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttester Bastfadenfanfips:
    „Der Bastfaden schmeckte so komisch nach Pizza. Ich hab ihn trotzdem gefressen.“
  • Kommentar von Produkttesterin Schnupperlani:
    „Schmeckte dann doch besser, als es erst roch.“

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Wühltüte

Testbericht

Die Wühltüte von den Schnuffelzwergen ist eine mit Heu und Leckereien gefüllte Papiertüte in den Maßen 36 x 24 cm. Die braune Papiertüte ist unbedruckt und unbeschichtet. Die Öttis hatten sich die Variante "Wühltüte für Meerschweinchen mit Keksstücken und Gemüse" ausgesucht. Die Füllung bestand aus feinem, ansprechend duftenden Heu in vielfältigen Grüntönen und verschiedenen getrockneten Gemüsestückchen. Zu Muffins besonderer Freude zählten auch Erbsenflocken dazu. Die "Keksstücke" waren zum Glück nicht von Bahlsen oder Oreo, sondern es handelte sich dabei um kleine Würfel von gepressten Kräuterballen.

Wühltüte im Ötti-Test

Der Rand der Wühltüte war hübsch umgekrempelt und mit einer braunen Schnur zugeknotet. Kaum war die Schnur gelöst, untersuchten die Öttis eifrig die Wühltüte und waren erst mal damit beschäftigt, den kleinen Eingang mit der Nase zu erweitern. Der ansprechende Duft lockte die Öttis auch durch die dünne Papierschicht hindurch kräftig an. Kaum hatte Ilani es geschafft, den Schweinekopf komplett durch die Öffnung der Wühltüte zu bohren, machte sie sich an die Vernichtung der Innereien – unter lautem Protest der anderen Öttis, die die köstliche Füllung zwar riechen, aber nicht verkosten konnten. So gab es einige Rangelei mit viel Gequietsche, Geschubse, Tumult und Zähnewetzen. Die Wühltüte war für die Öttis eindeutig sehr attraktiv, aber leider schien sie mehr Stress als Freude zu verbreiten. Also wurden kurzerhand mit einer Schere weitere Löcher in den Boden der Wühltüte geschnitten. So konnten alle Öttis gleichzeitig an der Heu-Gemüse-Füllung herumzupfen, die Nase hineinbohren und Kostproben nehmen.

Wühltüte im Ötti-Test

Die so präparierte Wühltüte kam bei den Öttis sensationell gut an. Alle stürzten sich gleichzeitig auf die Tüte. Jeder hatte mal die Chance, den Kopf durch den Haupteingang zu stecken. War man gerade nicht an der Reihe, konnte man auf die Tüte draufsteigen, den Kopf darunter schieben und die Tüte mächtig durch die Gegend schubsen oder sein Glück an den kleineren Löchern versuchen. Die Öttis waren hellauf begeistert und sanken nach gut einer halben Stunde heftiger Schweineaktivität in der Nähe der Wühltüte völlig erschöpft in der Einstreu zusammen.

Wühltüte im Ötti-Test

Über Nacht wurden die kleinen Löcher im Tütenboden fachmännisch erweitert. Es fanden sich Nagespuren am Rand der Löcher sowie Risse in der Tüte. Dies führte dazu, dass die Wühltüte auch als Tunnel genutzt werden konnte. Immer wieder wurschtelte sich ein Schwein in die kleine Tüte hinein, um sich aus dem Hinterausgang wieder hinauszuquetschen. Dies machte den Öttis auch am folgenden Tag immer wieder Freude. Regelmäßig hörte man sie an der Wühltüte herumrascheln, wenn sie hindurchschlüpften oder im Heu noch nach Resten der leckeren Knusperfüllung suchten. Das Geknister der Papiertüte lockte regelmäßig Öttis an, die gelegentlich auch mitsamt der Papiertüte munter durchs Gehege rollten.

Wühltüte im Ötti-Test

Die Größe der Wühltüte erwies sich als genau passend. Ein Schwein passte gerade so hinein, jedoch war die Tüte zu klein, um dauerhaft darin wohnen zu können. Daher blieb die Tüte (im Gegensatz zu früheren Versuchen mit großen Papiertüten) von Öttihinterlassenschaften – zumindest zu Beginn - verschont, sodass die Tüte insgesamt knapp 48 Stunden im Schweineheim verbleiben konnte. Die Öttis hatten zwei Tage lang Spaß an ihrer Wühltüte und haben sie nach eigenen Vorstellungen umgebaut und genutzt.

Wühltüte im Ötti-Test

Da die Papiertüte unbeschichtet und unbedruckt ist, wird auch ein Schnipsel Papier im Schweinemagen wohl gefahrlos mitverdaut. Nach der fachmännischen Erweiterung der Löcher auf Schweineumfang hatte die ganze Schweinetruppe Spaß an der Tüte. Die Öttis würden die Wühltüte jederzeit wieder bestellen.

Testurteil:

Eine einfache, völlig ungefährliche und schmackhafte Schweinebeschäftigung zum guten Preis, die für bis zu zwei Tage Abwechslung im Schweineheim bietet.

Kommentare

  • Kommentar von Produkttesterin Tütelani:
    „Mich hats genervt, wenn Fips mitten in der Nacht in die Tüte steigt und alle wachknistert.“
  • Kommentar von Produkttesterin Tütelani:
    „Was ich noch sagen wollte: Die Erbsenflocken und das Heu waren lecker, aber das Papier schmeckte ein bisschen fade.“

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